Kirschfliege

ameiseSchadbild
ameiseLarve in Frucht
ameiseKirschfruchtfliege
Was gibt es im Sommer Schöneres als frische Kirschen aus dem eigenen Garten? Dieses Vergnügen schlägt jedoch schnell ins Gegenteil um, wenn sich darin plötzlich Maden befinden. Es ist gut möglich, dass diese von der Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi) stammen, die zwischen Ende Mai und Anfang Juni aktiv ist.

Die Kirschfruchtfliege ist etwa bis zu 5 mm groß, von schwarzer Grundfarbe mit gebänderter Flügelzeichnung. Auffällig sind auch ein gelbes, trapezförmiges Rückenschildchen und ihre grün bis rötlich schimmernden Facettenaugen.

Die Fliegenweibchen legen ihre Eier in die noch unreifen Früchte. Die Larven schlüpfen nach acht bis zehn Tagen. Sie fressen im Fruchtfleisch, das sie dabei zerstören. Nach abgeschlossener Entwicklung verlassen sie die Frucht über das typische Ausbohrloch, um sich im Boden zu verpuppen. Die Überwinterung erfolgt im Boden.

Befallene Früchte sind nicht mehr verwertbar. Sie faulen auch sehr schnell.

Was tun bei Kirschfliegen-Befall?

Vorsorglich können Frühsorten angepflanzt werden, etwa Burlat oder Lapins. Das regelmäßige Auflesen abgefallener Kirschen kann den Befall vielleicht reduzieren, jedoch nicht wirklich beheben.

Da die Fliegen sich an der Farbe Gelb orientieren, können sie mit Gelbtafeln gefangen werden, die man rechtzeitig vor dem Gelbwerden der Früchte in die Bäume hängt.

Wo die Möglichkeit besteht, kann man kleinere Bäume auch mit engmaschigen Kulturschutznetzen einhüllen.

Möchten Sie Kirschfruchtfliegen wirksam bekämpfen, dann entfernen Sie herabfallende Kirschen und entscheiden Sie sich für effektive Wirkstoffe oder Hilfsmittel, welche die Fliegen fernhalten.


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