Nach­haltiges Gärt­nern – jeder kann den Trend mit­machen

Ein nach­hal­tiges Leben steht hoch im Kurs – jetzt breitet sich dieser Trend auch auf das Leben und Arbeiten im Garten aus: in Form des nach­hal­tigen Gärt­nerns. Doch was be­deutet eigent­lich Nach­haltig­keit und wie können Sie diese in Ihrem eigenen Garten umsetzen?

Nach­hal­tig­keit – was steckt da­hinter?

«Eine Wirkung, die längere Zeit anhält» das ist die ur­sprüng­liche Bedeu­tung des Wortes «Nach­hal­tig­keit». Darunter fallen neben öko­logi­schen Aspek­ten wie Energie­ein­spa­rungen, der Er­halt von natür­lichen Ressour­cen oder einem ge­ringer­en CO2-Aus­stoss auch soziale Fak­toren – etwa fairer Handel und Pro­duktion. Durch einen nach­hal­tigen Lebens­stil kann jeder­mann einen Bei­trag zum Umwelt­schutz leisten. Dies gelingt auch im Garten. Ob Sie über eine grosse Garten­anlage ver­fügen, über einen kleinen Balkon, eine Dach­ter­rasse oder einen Vor­garten: Es gibt zahl­reiche Möglich­keiten, durch nach­hal­tiges Gärt­nern der Um­welt etwas Gutes zu tun.

Nach­hal­tig Gärt­nern: Wie funk­tio­niert das?

Die Förder­ung der hei­mischen Arten­viel­falt und das Schonen von Ressour­cen gelingt Ihnen mit unseren Tipps auch im eigenen Garten:


Wasser sparen: Wasser ist eine wichtige Ressour­ce. Nutzen Sie Regen­wasser zum Giessen Ihrer Garten­pflanzen. Dieses können Sie einfach in einer Regen­tonne sammeln. Auf Balkon oder Terrasse genügt es, ein oder zwei grosse Giess­kannen auf­zu­stellen, in denen sich das Regen­wasser an­sammeln kann. Aufgrund der ge­ringeren Salz­konzen­tration im Regen­wasser im Ver­gleich zum Leitungs­wasser tun Sie damit auch gleich Ihren Pflanzen etwas Gutes.


Hand­arbeit statt Maschinen: Sparen Sie Strom, indem Sie öfters zu manu­ellen Werk­zeugen greifen statt zur elektri­schen Variante. Ein Bei­spiel: Das Rück­schneiden von Hecken gelingt mit der Garten­schere häufig sogar besser als mit der Akku-Schere und spart oben­drein Strom. Auch ist es eine schöne Tätig­keit, im Garten mit den Händen zu arbeiten, für viele Leuten eine Be­schäf­tigung um Ab­zu­schalten.


Achten Sie auf die Materi­alien: Kunst­stoff ist ein Roh­stoff mit kurzer Lebens­dauer. Besser ist es, im Garten zu hoch­wertigen Materi­alien wie Holz zu greifen. Grössere An­schaffung wie einen Häck­sler können Sie gemein­sam mit Nach­barn teilen. Und was Ihre Garten­möbel angeht: Auch diese sind in der Holz-Variante um­welt­freund­licher. Das gilt aller­dings nur, wenn Sie nicht zu Garten­möbeln aus tro­pischen Hölzern greifen. Daher sind Eiche, Edel­kasta­nie oder Lärche Möbeln aus Teak oder Bang­kirai vor­zu­ziehen.

Nicht zuletzt können Sie auch bei Ihren Pflanz­ge­fässen auf um­welt­freund­liche Materi­alien achten. Bio­logisch ab­bau­bare Anzucht­töpfe und Ton­töpfe sind zum Beispiel um­welt­ver­träg­licher als Töpfe aus Torf oder kurz­lebigen Materi­alien. Und mit etwas Kre­ati­vität lassen sich aus Zeitungs­papier sogar kleine Aussaat­töpfe falten.


Nachhaltige Werkzeuge

Nachhaltig Gärtnern

Regenwasser sammeln

Nach­haltig pflanzen

Auch beim Pflanzen selbst können Sie die Umwelt schonen, indem Sie sich für hei­mische Blumen und Kräuter ent­scheiden, die in unseren Öko­systemen vor­kommen. Diese so­ge­nannten Bienen­weiden dienen vielen Insekten, etwa Hummeln und Bienen, Schmetter­lingen usw. als Nahrungs­quelle. Die so geför­derten Nütz­linge sind für den öko­logi­schen Garten eine grosse Hilfe: Sie können Schäd­linge, die ihnen eben­falls als Nahrung dienen, ver­speisen und chemische Schäd­lings­be­kämpf­ungs­mittel er­setzen. Es em­pfiehlt sich auch beim Pflanzen­schutz nicht immer sofort zur chemi­schen Waffe zu greifen, bio­logi­sche Mittel und Nütz­linge können genauso rasch zum Erfolg führen!

Um Ihrem Garten aus­reichend Nähr­stoffe zu­zu­führen, greifen Sie zu Kompost statt Erde und mineral­ischen Dünger. Weshalb Erde kaufen wenn dieses kosten­los vor der Türe zur Ver­fügung steht? Sie können Kompost selbst her­stellen und dabei aus organi­schen Ab­fällen wert­vollen Humus zaubern. So werden Küchen­abfälle gleich­zeitig recycelt, statt im Müll zu landen. Für extra Nähr­stoffe düngen Sie Ihre Pflanzen doch mal mit natür­lichen Resten wie Kaffee­satz oder Eier­schalen oder ver­wenden organi­schen Dünger.


Das Beste am nach­haltigen Gärtnern: Jeder kann mit­machen und etwas zum Umwelt­schutz beitragen, auch Sie! In unserem Online-Shop finden Sie viele nach­haltige Produkte. Tipps zum bio­logischen Gärtnern finden Sie in unseren Bio­garten-Büchern. Schauen Sie doch mal vorbei und lassen Sie sich inspi­rieren.


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