Blühende Narzissen

Narzissen – hübsche Frühlingsboten und traditionelle Osterdekoration

Die Narzisse (Narcissus) fungiert als zentraler Frühlingsbote und bietet durch ihre Sortenvielfalt – von der klassischen Osterglocke bis zur Zwergnarzisse – vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten für Gärten und Balkone. Für eine erfolgreiche Kultivierung sind die Herbstpflanzung in humusreichem Substrat sowie die korrekte Nachblütepflege, insbesondere der Erhalt des Laubs zur Energiegewinnung der Zwiebel, massgeblich.

Narzissen gehören wie die Krokusse, Hyazinthen und Tulpen zu den Frühblühern, die mit ihren Blüten wieder Leben in den Garten bringen und die nächste Sommersaison eröffnen. Wer keinen Garten besitzt, muss auf diesen Frühjahrsschmuck jedoch nicht verzichten. Er gedeiht ebenso gut in einem Pflanzgefäss und in der Vase.

Narzissen im Garten, auf dem Balkon, der Fensterbank und als Schnittblume

Narzissen haben ihre Heimat im Mittelmeerraum. Dennoch verkraften ihre Zwiebeln, aus denen sie im Frühjahr austreiben, problemlos niedrige Temperaturen und Bodenfrost. Einmal gepflanzt, bringen sie jedes Jahr schon ab Februar oder März neue Farbe in den Garten. Zur Bepflanzung von Schalen und Blumenkästen sind die Frühblüher ebenfalls bestens geeignet. Sie können sogar auf der Fensterbank in einem Wohnraum stehen und nach der Blüte ausgepflanzt werden. Nicht zuletzt sind Narzissen aber auch beliebte Schnittblumen. Sie läuten in einer Vase in einem Wohnraum den Frühling ein und heben dadurch die Stimmung.

Blühende Narzissen in der Sonne

Blühende Narzissen in der Sonne

Narzissen-Blumenzwiebeln in Händen

Narzissen-Blumenzwiebeln

Gefüllte Narzissen

Gefüllte Narzissen

Von Osterglocken bis zu gefüllten Narzissen – beliebte Arten der Gattung Narcissus

Bei den Narzissen unterscheidet man zwischen zahlreichen Arten. Die meisten Züchtungen entstanden aus den Trompeten-Narzissen, die auch Osterglocken genannt werden. Sie sind die Klassiker, die wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit selbst die Grünstreifen entlang der Strassen schmücken und ganze Städte in eine Vorfreude auf die Ostertage versetzen. Wer sich ein wenig Abwechslung wünscht, kann jedoch auch andere Sorten wie die besonders dekorativen Engelstränen-Narzissen, weisse Montreux- oder Dichter-Narzissen oder eine der Narzissenarten mit gefüllten Blüten pflanzen. Die Auswahl ist riesig, denn zur Gattung Narcissus gehören mittlerweile mehrere tausend Zuchtsorten.

Auch die Blütezeit unterscheidet sich bei den einzelnen Narzissenarten. Einige blühen schon ab Februar, andere erst ab April. Durch eine geschickte Kombination verschiedener Sorten lässt sich die Gesamtblühdauer daher verlängern. Weitere Unterschiede bestehen im Hinblick auf die Endhöhe. In dieser Hinsicht fallen vor allem die kleinen Zwergnarzissen aus dem Rahmen.

Narzissenzwiebeln stecken – so gelingt's

Narzissenzwiebeln werden wie viele andere Blumenzwiebeln im Herbst gesteckt. Sie benötigen einen sonnigen oder zumindest halbschattigen Platz sowie einen durchlässigen und humusreichen Boden. Gegebenenfalls sollte die Erde vor der Pflanzung daher aufgelockert und mit etwas Kompost angereichert werden.

Beim Setzen der Blumenzwiebeln gilt die Faustregel, dass die Tiefe des Pflanzlochs ungefähr der doppelten Höhe der Zwiebel entsprechen sollte. Im Anschluss wird die Zwiebel hineingelegt und mit Erde bedeckt. Hierbei ist darauf zu achten, dass ihre Wurzeln nach unten zeigen.

Beim Bohren der Löcher ist ein Blumenzwiebelpflanzer äusserst hilfreich. Mit ihm lassen sich die Blumenzwiebeln selbst in ein bereits dicht bepflanztes Blumenbeet und mit geringem Kraftaufwand in einen Garten mit schwerem Boden stecken. Zudem kann die Arbeit dank des langen Stiels bequem im Stehen erfolgen.

Gefüllte Narzissen im Garten
Gelbe Narzissen in der Blüte
Weisse Narzissen mit gelber Mitte
Weisse Narzissen
Blumenfeld mit blühenden Narzissen
Blühende Narzissen im Korb

Narzissen sind robuste, frühblühende Frühlingspflanzen, die sowohl im Garten als auch im Topf oder als Schnittblumen vielseitig eingesetzt werden können und bereits ab Februar Farbe ins Umfeld bringen. Durch die grosse Sortenvielfalt und eine geschickte Pflanzung im Herbst lassen sich lange Blühperioden erzielen, während eine angepasste Pflege die jährliche Wiederblüte nachhaltig sichert.

Zwiebelblumen richtig pflegen – das ist wichtig

Verwelkte Narzissenblüten sollten entfernt werden. Die Blätter müssen jedoch stehen bleiben, bis sie verwelkt sind und sich von den Zwiebeln zupfen lassen. Über ihre Blätter nehmen die Pflanzen wie auch andere Zwiebelblumen Energie für die Blüte im folgenden Jahr auf. Durch ein zu frühes Abschneiden könnte die Blüte im nächsten Jahr daher geringer oder komplett ausfallen. Mit der richtigen Pflege vermehren sich die hübschen Frühlingsboten dagegen sogar. Sie bilden Tochterzwiebeln, sodass die Blütenpracht im Laufe der Jahre immer grösser wird.

Eine Bewässerung ist nur bei länger andauernder Trockenheit und natürlich bei der Kultur in einem Pflanzgefäss erforderlich. Bei strengen Nachtfrösten sollten Schalen und Töpfe ausserdem mit einem isolierenden Material umwickelt werden. In ihnen sind die Blumenzwiebeln der Kälte sehr viel stärker ausgesetzt als im Freiland.

Narzissen selber pflanzen

Praktische Hilfen für die Blumenzwiebelpflanzung

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