Einsteiger: Tipps und Tricks für den eigenen Garten

Begeistert es Sie auch immer wieder von neuem, mit welchem Ideenreichtum die fantastische Natur fähig ist, die verschiedenen Pflanzenarten zu erhalten? Aus einem unbedeutenden winzigen Samen entsteht eine bezaubernde Pflanze, welche sich wiederum durch Bildung von Samen vermehrt und so den Kreislauf der Natur schliesst.

Wie auch andere Lebewesen zum Leben, benötigen Samen zum Keimen die vier Faktoren Wasser, Wärme, Sauerstoff und Licht. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die meisten Pflanzensamen bereits einen Nährstoffvorrat enthalten, welcher reicht, bis die Pflanze sich durch Photosynthese selber ernähren kann. Dies erklärt auch, weshalb spezielle Aussaaterde immer nährstoffarm sein sollte.

Ähnlich wie bei uns Menschen, lösen wärmere Temperaturen auch bei Pflanzensamen Frühlingsgefühle aus. Sie keimen und entwickeln sich. Die Samen vieler Pflanzenarten sind erst nach bestimmten Umweltreizen keimungsfähig. Dazu gehören zum Beispiel Kältereize (etwa bei Wintergetreidesorten) oder bestimmte Lichtbedingungen. Lichtkeimer wie zum Beispiel Basilikum haben meist kleine Samen, sie haben daher nicht genug Energie, um eine dichte Bodenschicht zu durchdringen und brauchen das Licht beziehungsweise die Wärme, um zu keimen. Dunkelkeimer wie zum Beispiel Eisenhut keimen dagegen bei Licht nicht, sie benötigen vollkommene Dunkelheit, der Samen muss also mit viel Erde bedeckt werden. Durch diese Umweltbedingungen wird sichergestellt, dass die Keimung erst in einer günstigen Jahreszeit, im Frühling, einsetzt.

Die richtigen Aussaatbedingungen sind ausschlaggebend, damit sich aus dem Samen ein robuster Keimling entwickelt und Sie sich schlussendlich an einer reichen Blütenpracht oder Ernte erfreuen können! Aussaatkalender geben Auskunft darüber, wann der optimale Aussaatzeitpunkt einer Pflanzenart ist. Auch ist auf der jeweiligen Saatgutpackung vermerkt, ob Vor- oder Direktsaat zu empfehlen ist sowie die optimale Saattiefe und Keimtemperatur.

Je nach Samentyp empfiehlt sich eine Direktsaat in den Garten oder es muss eine Vorkultur im Haus oder Gewächshaus gemacht werden. Samen mit langer Reifezeit oder welche höhere Temperaturen zum Keimen benötigen, zieht man bevorzugt in einer Vorkultur an. Viele einheimische Gemüse- und Blumenarten können aber direkt ins Beet im Freien gesät werden. Meistens sollte man die Eisheiligen im Mai abwarten, da dann keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

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Wir wissen, dass in der richtigen Aussaat der Schlüssel zum Erfolg liegt. Lesen Sie deshalb die "Aussaat-Anleitung Schritt für Schritt" in den weiterführenden Links sorgfältig durch. Sollte es einmal nicht ganz rund laufen, dann konsultieren Sie bitte die Rubrik "Stolpersteine". Oft sind die Probleme mit wenig Aufwand rasch behoben. Suchen Sie nach gezielten Informationen, dann empfehlen wir die Rubrik "das Aussaat ABC". Zu guter Letzt möchten wir Ihnen ans Herzen legen, dass auch beim Arbeiten im eigenen Garten noch kein (Gärter-)Meister vom Himmel gefallen ist!


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