Kerbelrübe, Erdkastanie
Chaerophyllum bulbosum

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Erntezeit:
Die Erdkastanie ist eher ein seltenes Feinschmeckergemüse.
Erst einige Monate nach Einzug der Blätter Ende Herbst entwickelt die Wurzel der Kerbelrübe richtig Aroma. So ist der Geschmack der Wurzel von Dezember bis März am besten.

Der Geschmack der Kerbelrübe kommt dem von Esskastanien am nächsten. Wurzeln, die durch Frost gefroren waren haben ein Aroma, das an Haselnuss erinnert.Die Wurzeln sind süsslich. Verwendet wird die Knolle ähnlich der Zubereitung der Teltower Rübchen. Jedoch nur die grossen. Sie werden ähnlich Frühkartoffeln geschmort und als Beilage serviert. Die kleiner fallenden Wurzeln können besser für Suppe oder Ragout zubereitet werden. Das Knollenfleisch lässt sich nach dem Kochen leicht vom der Wurzelhaut trennen und herausdrücken. Auch die Blätter der jungen Pflanze und geschälte Pflanzenteile wurden früher in der Küche verwendet. Diese wurden als Kräutersuppe zubereitet oder als Spinatersatz gegessen oder zu Salat als Würze gegeben


Heimisch ist die Art in Mittel- und Südosteuropa. Sie wurde im Mittelalter durch Mönche eingeführt und seither angebaut. Schon 1580 wurde sie von Clusius auf dem Markt in Wien gefunden. Hegi erwähnt, dass Tabernaemontanus 1588 vom örtlichem Anbau berichtet. Erst spät wurde sie 1846 in Frankreich eingeführt. Prescott soll etwa 1850 die sibirische Form (C. prescottii) aus St. Petersburg aus einem Botanischen Garten nach Bern gebracht und für den Anbau verbreitet haben. Etwa zu dieser Zeit war die Kerbelrübe schon über ganz Europa verbreitet.

1862 wurde sie, nachdem bei Kartoffeln wieder sehr stark Kraut- und Knollenfäule ausgebrochen war, in Frankreich gar als möglicher Ersatz für die Kartoffel angesehen.In Deutschland ist die Pflanze nicht heimisch, hat sich aber fest eingebürgert. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie kaum noch im Anbau. Die Kerbelrübe hatte jedoch zu gleicher Zeit im Raum Paris anbaulich einige Bedeutung erlangt. Ende des 20. Jahrhunderts bekam er jedoch bei der Suche und Neubewertung von neuen und alten Gemüsearten wieder Bedeutung. Er wurde dann wegen ihres hohen Stärkegehalts und des guten Aromas züchterisch bearbeitet.


Anbau und Ernte:

Der Anbau ähnelt sehr dem der Pastinake oder Karotte. Als guter Standort gelten leichtere Böden um die Ernte zu erleichtern und Standorte, die nicht frisch mit Stallmist gedüngt wurden. Die Kulturdauer beträgt 9 bis 10 Monate.Die Kultur kann einjährig oder zweijährig angelegt werden. Aussaat erfolgt direkt ohne Jungpflanzenanzucht nach Saatguternte im September bis November. Die Pflanzung ist nicht üblich weil es die Kultur unwirtschaftlich macht. Die Saat keimt erst im Frühjahr und das Keimergebnis ist unregelmäßig. Der Reihenabstand beträgt 20 bis 25 cm und der Saatabstand in der Reihe 4 bis 6 cm. Die dichte Saat wird auf 10 cm Abstand in der Reihe vereinzelt. Die Saat keimt erst im Frühjahr, da die Keimruhe gebrochen werden muss. Dies erfolgt erst bei mindestens 8 Wochen anhaltender Feuchte und Temperaturen unter 5 °C. Nach der Stratifikation ist für die Keimung ein Temperaturbereich von 5 bis 10 °C am besten. Bei Temperaturen über 25 bis 30 °C kommt es zu deutlicher Keimhemmung. Vom Frühjahr bis Juni wird die Kultur unkrautfrei gehalten und nach Bedarf bewässert. Im Juni beginnen sich die Blätter zu vergilben, was das Zeichen für Wurzelreife ist. Die Ernte beginnt dann im Juli. Diese Gemüseart hat sich aber im erwerbsmäßigen Anbau wegen des geringen Ertrags und der schlechten Keimfähigkeit des Samens kaum verbreitet, hat jedoch Bedeutung im Hausgarten. Als Partner in der Mischkultur eignen sich als Zwischenpflanzung im Frühjahr Zwiebeln und danach Salat. Beide werden vor der Kerbelrübe geerntet.

Quellen: Wikipedia u.a.

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