Baumläufer

Baumläufer Baumläufer
Baumläufer Baumläufer
Baumläufer Baumläufer Familie
Spiralförmig klettert der Turnkünstler die Baumstämme hoch, seine steifen Schwanzfedern nutzt er geschickt als Stütze. Der Baumläufer fällt aufgrund seiner Tarnfarbe, braun wie Baumrinde, fast nicht auf, und ist so optimal an seinen Lebensraum angepasst.

Bei uns in Mitteleuropa sind zwei Baumläuferarten heimisch, der Garten- und der Waldbaumläufer. In den Städten begegnet man den Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla), welcher Parks, Laubwäldern, aber auch Gärten mit Obstbäumen bewohnt, während der Waldbaumläufer (Certhia familiaris) eher in Wäldern unterwegs ist. Die beiden Baumläufer-Geschwister sehen sich jedoch so ähnlich, dass man sie eigentlich nur anhand ihrer Stimme unterscheiden kann.

Der pinzettenförmige, nach unten gebogene Schnabel des wendigen Vogels wird geschickt benutzt, um in Rinden-Löchern nach Spinnen, Käfern und Raupen zu stochern. Wenn man den quirligen Vogel einmal zu Gesicht bekommt, dann ist er bestimmt emsig stochernd den Baumstamm am hinaufflitzen!

Obwohl der Baumläufer bei uns ein häufiger Brutvogel ist, macht es doch Sinn, diesen zu unterstützen. Er ist ein wichtiger Helfer bei der Eindämmung von Schädlingen wie Eichenprozessionsspinner und Kastanienminiermotte und bewahrt uns das natürliche Gleichgewicht von Spinnen und Käfern in unseren Gärten. 

Der Baumläufer brütet in der freien Natur gerne hinter abstehender Rinde von grobborkigen Bäumen, wie Eichen, Erlen und Pappeln, wobei der Kontakt der Nisthöhle zum Baumstamm wichtig ist. Möchte man den kleinen Akrobaten unterstützen, dann empfiehlt es sich, Nistkästen in Form von Halbschalen – zum Stamm hin offen – an Bäumen anzubringen. So fühlt sich der kleine Vogel sicher und geborgen!
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