Pfirsichwickler

Pfirsichwickler Larve des Pfirsich­wicklers


Der Pfirsichwickler (Grapholita molesta) ist ein naher Verwandter des Pflaumen- und Apfelwicklers. Die Larven des kleinen, mottenartigen Falters fressen im Frühjahr an jungen Blättern und in den Triebspitzen von Pfirsich und Aprikosen. Es können aber auch Pflaumen, Kirschen, Birnen, Äpfeln und Quitten befallen werden.
Ursprünglich stammt der Kleinschmetterling aus Asien. Inzwischen hat er sich über die ganze Welt verbreitet und verursacht seit 2012 auch in der Schweiz Schäden.
Die Tiere überwintern als Larve in einem Kokon unter Borkenschuppen oder in Bodenspalten. Wenn die Temperaturen im Frühjahr +10°C erreichen, verpuppen sich die Tiere.

Ab Ende April beginnt der Schlupf der ersten Faltergeneration. Die Tiere fliegen mit beginnender Abenddämmerung. Die Weibchen der ersten Generation legen ihre Eier an junge Blätter in Nähe der Triebspitzen. Die jungen Larven fressen anfänglich bevorzugt in den jungen Trieben. Diese welken und sterben ab. Spätere Generationen verursachen auch Frassgänge in den Früchten. Insgesamt können drei und in warmen Regionen sogar fünf Generationen pro Jahr gebildet werden.

Ähnliche Schäden verursachen die Larven der Pfirsichmotte (Anarsia lineatella)

Massnahmen gegen den Pfirsichwickler
Die Bekämpfung des Pfirsichwickler ist schwierig. Pheromonfallen, die zum Fang der Falter angeboten werden ziehen mit ihren Sexuallockstoffen die Männchen an. Eine ausreichende Bekämpfung ist mit diesen Fallen aber nicht zu erreichen. Sie dienen ausschliesslich der Beobachtung des Falterflugs.
Zur direkten Bekämpfung können zugelassene Präparate mit dem Wirkstoff Apfelwicklergranulose-Virus eingesetzt werden.

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