Schnaken

ameiseSchnake
ameiseSchnake, Larve
In der Schweiz und in Süddeutschland wird die Bezeichnung 'Schnake' häufig auch für die Stechmücke verwendet. Stechmücken (Culicidae) sind ebenfalls gemeint, wenn in Süddeutschland oder Österreich von 'Schnoggen', 'Stanzen' oder 'Gelsen' die Rede ist. Die verschiedenen Stechmücken können im Sommer zwar überaus lästig werden, zählen aber nicht zu den Pflanzenschädlingen.
Sprechen Gärtner und Landwirte von einer Schnakenplage, so meinen sie die deutlich größeren Schnaken, die zoologisch zur Familie der Tipulidae gehören. Eine andere Bezeichnung für die Schnake ist 'Schneider'. Diese Tiere können Schäden an Pflanzen verursachen.

Am häufigsten sind die Wiesenschnake und die Kohlschnake anzutreffen.

Die erwachsenen Tiere erreichen eine Länge von bis zu 40 mm und sind braun bis grau gefärbt. Typisches Erkennungszeichen der geflügelten Tiere sind ihre auffällig langen Beine und der schlanke Körper. Die Larven kann man an ihren zwei Tracheenöffnungen am Hinterleib erkennen, welche wie zwei Augen aussehen. Obwohl die Schnaken zu den Mücken gehören, können sie nicht stechen.

Die Schäden entstehen durch die grauen bis braunen, kopflosen Larven. Sie fressen an den Wurzeln von Gräsern, aber auch an Gemüsepflanzen. In Jahren mit Massenauftreten kann es so zu partiellem Absterben von Rasenflächen kommen. Sekundärschäden können entstehen, wenn Krähen auf der Nahrungssuche den Rasen zerwühlen.

Die erwachsenen Schnaken legen ihre Eier im Spätsommer in weichen und feuchten Boden in der Nähe von Gewässern. Die daraus schlüpfenden Larven fressen an den Wurzeln von Gräsern. Die Überwinterung erfolgt im Larvenstadium. Im August/September schlüpfen die geflügelten Tiere nach der Puppenruhe.

Bekämpfung von Schnaken

Möchten Sie Schäden im Frühjahr und Sommer verhindern, dann sollten im vorhergehenden Spätsommer die jungen Larven mit Nematoden bekämpft werden. Die Behandlung muss zwingend im Herbst erfolgen, wenn die ersten Larvenstadien aktiv sind.
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