Walnussfruchtfliegen

ameiseSchadbild Walnussfruchtfliege
Die Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa) ist einer der bedeutendsten Schädlinge an Nussbäumen. Sie kommt ursprünglich aus Nordamerika und gehört zu den Fruchtfliegen.

Die Fliege ist 4 bis 8 mm groß, von orange-brauner Farbe und hat eine charakteristische schwarz gebänderte Flügelzeichnung sowie ein gelbes Rückenschild. Die Hauptflugzeit der erwachsenen Walnussfruchtfliege ist der Juli. Die Fliegen legen ihre Eier in die Fruchtschalen der heranreifenden Nüsse, woraufhin die weißgelben Larven schlüpfen. Diese ernähren sich von dem grünen Fruchtfleisch, das sich durch die Fraßtätigkeit schwarz verfärbt und anschließend vermorscht. Die Larven dringen nicht durch die Nussschale in den Kern der Walnuss vor. Durch den Befall können die Nüsse kleiner bleiben. Der Hauptschaden liegt darin, dass sich die verrottete Fruchtschale nur schlecht entfernen lässt und die Nüsse dunkel verfärbt sind.

Sind die Kerne auch geschädigt, liegt i.d.R. ein Befall mit Fäuleerregern vor, der aber nichts mit dem Fruchtfliegenbefall zu tun hat.
Die Larven verlassen die Frucht und graben sich in den Boden ein, wo sie sich verpuppen. Im nächsten Frühjahr schlüpft dann die neue Generation Walnussfruchtfliegen.

Zu den Wirtspflanzen der Walnussfruchtfliege gehören Nüsse, hierzulande vorrangig die Echte Walnuss und die Schwarze Walnuss. Aus den USA sind auch Berichte über einen Befall von Pfirsichen bekannt.

Vorbeugung und Bekämpfungsmaßnahmen

Eine erste Vorbeugungsmaßnahme ist das Abdecken oder Umgraben der Erde um den Nussbaum herum.
Befallene Nüsse müssen direkt entsorgt werden. Während der Hauptflugzeit kann man Gelbtafeln (Klebfallen) aufhängen, welche die erwachsenen Fliegen anziehen und festhalten. So lässt sich der Befall reduzieren.
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