Feigenbäume – Pflanzen im Topf
Feigen bringen mediterranes Flair und süsse, honigartige Früchte in den Garten. Moderne, winterharte Sorten gedeihen auch im Schweizer Klima an sonnigen, geschützten Standorten und lassen sich gut im Kübel auf Terrasse und Balkon halten. Die robusten Bäume sind pflegeleicht, dekorativ und tragen je nach Sorte ein- bis zweimal pro Jahr. Wer einen Feigenbaum kaufen möchte, erhält bei uns kräftige Pflanzen aus geprüfter Schweizer Gärtnerqualität – ideal als Topfpflanze für den mediterranen Naschgarten.
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Häufige Fragen rund um Feigenbäume
Die Feige ist die einzige mediterrane Art im Sortiment – und die einzige, bei der Winterschutz je nach Lage dazugehört. Dafür braucht sie keinen Befruchter, trägt oft zweimal im Jahr und gedeiht auch im Kübel. Hier finden Sie die Antworten zu Winterhärte, Bestäubung, Reife, Schnitt, Kübelkultur und Sortenwahl.
Sind Feigenbäume in der Schweiz winterhart?
Mit Einschränkungen ja. Robuste Sorten vertragen ausgepflanzt Temperaturen bis etwa minus zehn bis minus fünfzehn Grad, in milden Lagen des Mittellands, im Tessin und in Weinbauregionen gelingt die Freilandkultur deshalb gut. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Trieben und Wurzeln: Die Wurzeln sind deutlich frosthärter. Friert eine Feige oberirdisch zurück, treibt sie meist aus der Basis wieder aus – die Ernte des betreffenden Jahres fällt dann allerdings gering aus. In rauen Lagen schützen Sie den Stammfuss mit einer dicken Mulchschicht und packen die Krone in Vlies, oder Sie kultivieren die Feige gleich im Kübel und überwintern sie frostfrei. Ein warmer, geschützter Platz vor einer Südwand ist in jedem Fall die halbe Miete.
Brauchen Feigen eine Bestäubung durch die Feigenwespe?
Nein – und das ist eine der häufigsten Verwechslungen. Die bei uns kultivierten Feigensorten sind parthenokarp: Sie bilden ihre Früchte ohne jede Bestäubung aus. Die berühmte Feigenwespe, die in den Anbaugebieten des Mittelmeerraums bestimmte Sorten bestäubt, kommt in der Schweiz gar nicht vor und wird auch nicht gebraucht. Sie brauchen also weder einen zweiten Baum noch eine bestimmte Sortenkombination – eine einzelne Feige trägt für sich allein. Nebenbei: Was wir als Frucht essen, ist botanisch gar keine, sondern ein fleischig gewordener Blütenstand, in dessen Innerem die eigentlichen Früchte als winzige Kerne sitzen.
Warum werden meine Feigen nicht reif?
Meist liegt es daran, dass die Feige zwei verschiedene Ernten ansetzt und nur eine davon in unserem Klima ausreift. Die Blütenfeigen überwintern als kleine Ansätze am vorjährigen Holz und reifen früh, etwa im Juni und Juli – sie sind in der Schweiz die zuverlässigere Ernte. Die Herbstfeigen bilden sich erst im Frühjahr am diesjährigen Trieb und reifen von August bis Oktober; sie brauchen einen langen, warmen Sommer und bleiben in kühleren Lagen oft grün und hart. Solche unreifen Herbstfeigen können Sie im Spätherbst entfernen, sie werden nichts mehr. Wer beide Ernten will, braucht einen möglichst warmen Standort – und Geduld bis in den Oktober.
Wie schneidet man einen Feigenbaum?
Sparsam, und im Frühling nach den letzten Frösten – nicht im Herbst, denn Schnittwunden vor dem Winter sind eine Eintrittspforte für Frostschäden. Der wichtigste Punkt: Die Blütenfeigen sitzen am vorjährigen Holz. Wer im Frühjahr kräftig einkürzt, schneidet damit die frühe und in der Schweiz zuverlässigste Ernte weg. Beschränken Sie sich deshalb auf das Entfernen von erfrorenen, dürren und sich kreuzenden Trieben sowie auf das Auslichten einer zu dichten Krone. Tragen Sie beim Schnitt Handschuhe: Der Milchsaft der Feige reizt die Haut und kann in Verbindung mit Sonnenlicht zu Rötungen führen.
Wie halte und überwintere ich eine Feige im Kübel?
Feigen eignen sich ausgezeichnet für die Kübelkultur, sie vertragen einen begrenzten Wurzelraum gut und danken ihn oft mit früherem Ertrag. Rechnen Sie mit einem Gefäss von mindestens vierzig bis sechzig Litern, einer Drainageschicht und strukturstabiler Kübelpflanzenerde. Im Sommer wird täglich gegossen – Feigen haben grosse Blätter und einen entsprechend hohen Wasserbedarf –, gedüngt wird von April bis Juli. Zum Überwintern stellen Sie den Kübel an einen hellen bis dunklen, frostfreien Ort bei etwa null bis zehn Grad, zum Beispiel in eine Garage oder einen kühlen Keller. Die Feige wirft ihr Laub ab und braucht im Winterquartier nur wenig Wasser, der Ballen darf aber nie ganz austrocknen.
Welche Feigensorte passt zu mir?
Für kühlere Lagen und eine zuverlässige Reife sind Ronde de Bordeaux und Brown Turkey die bewährtesten Sorten – beide gelten als vergleichsweise frosthart und reifen auch nördlich der Alpen gut aus. Die Bergfeige und Violetta sind ebenfalls auf Frosthärte ausgelesen und damit gute Kandidaten für die Freilandpflanzung. Daneben führen wir Firoma und Paradiso. Für Terrasse und Balkon bleibt die Zwergfeige Little Miss Figgy klein genug für den Kübel und lässt sich im Herbst problemlos ins Winterquartier tragen. Wer unsicher ist, beginnt mit einer Kübelpflanze: Sie können den Standort dann über die ersten Jahre in Ruhe austesten.