Pfirsich- & NektarinenbĂ€ume â Pflanzen im Topf
Pfirsiche und Nektarinen verwöhnen mit saftigen, sonnengereiften FrĂŒchten direkt vom Baum. Sie bevorzugen warme, sonnige und geschĂŒtzte Standorte und eignen sich gut fĂŒr den Garten oder als Spalier an der wĂ€rmenden Hauswand. Unsere Sorten sind robust, meist selbstfruchtend und ertragreich; die Nektarine bietet dabei die glatte, pelzlose Variante. Wer einen Pfirsichbaum kaufen möchte, erhĂ€lt bei uns winterharte BĂ€ume aus geprĂŒfter Schweizer GĂ€rtnerqualitĂ€t â auch als Topfpflanze fĂŒr die sonnige Terrasse.
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HÀufige Fragen rund um Pfirsich- und NektarinenbÀume
Pfirsich und Nektarine sind die wĂ€rmeliebendsten BĂ€ume im Sortiment â und die einzigen, die jedes Jahr einen krĂ€ftigen Schnitt brauchen. Dazu kommt die KrĂ€uselkrankheit, an der sich entscheidet, ob die Kultur gelingt. Hier finden Sie die Antworten zu Sortenunterschieden, Befruchtung, KrĂ€uselkrankheit, Schnitt, Kleinformen und Standort.
Was ist der Unterschied zwischen Pfirsich und Nektarine?
Botanisch keiner: Beide sind Prunus persica. Die Nektarine ist eine natĂŒrliche Mutation des Pfirsichs, bei der die Behaarung der Schale fehlt â sie entstand spontan und wird seither vegetativ weitervermehrt. Nektarinen sind meist etwas kleiner, fester und im Aroma intensiver, ihre Schale ist glatt und glĂ€nzend; Pfirsiche sind saftiger und milder. In der Kultur verhalten sich beide fast gleich, mit einer wichtigen EinschrĂ€nkung: Nektarinen reagieren deutlich empfindlicher auf die KrĂ€uselkrankheit. Daneben gibt es die flachen Teller- oder PlattfrĂŒchte wie den Tellerpfirsich Saturne und die Tellernektarine Mesembrine, die sich dank ihres kleinen Steins besonders leicht essen lassen. Bei den Pfirsichen fĂŒhren wir unter anderem Red Haven, Dixired, Grosse Mignonne und Ellora, bei den Nektarinen Nectared 4, Nectared 6, Fantasia, Honey Kist, Silver Lode und Superkönigin.
Brauchen Pfirsiche und Nektarinen einen Befruchter?
Nein. Praktisch alle Pfirsich- und Nektarinensorten sind selbstfruchtbar und tragen zuverlĂ€ssig als Einzelbaum â ein zweiter Baum ist nicht nötig, unabhĂ€ngig davon, welche Sorte daneben steht. Das macht sie zu einer der unkompliziertesten Obstarten ĂŒberhaupt, was die Planung angeht. Die BestĂ€ubung ist trotzdem der wunde Punkt, allerdings aus einem anderen Grund: Pfirsiche blĂŒhen frĂŒh, im MĂ€rz oder April, und bei kĂŒhlem, nassem Wetter fliegen zu wenige Bienen. Ein windgeschĂŒtzter, warmer Standort zahlt sich deshalb doppelt aus â er begĂŒnstigt den Bienenflug und senkt zugleich das SpĂ€tfrostrisiko.
Was ist die KrÀuselkrankheit am Pfirsich und was hilft dagegen?
Die KrĂ€uselkrankheit ist die zentrale Herausforderung beim Pfirsich. Ein Pilz infiziert die Knospen bereits ab Februar, sobald es feucht und kĂŒhl-mild ist. Die austreibenden BlĂ€tter wölben sich blasig auf, fĂ€rben sich rot und fallen ab; der Baum treibt ein zweites Mal aus und wird ĂŒber die Jahre zunehmend geschwĂ€cht. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Sobald die Symptome sichtbar sind, ist nichts mehr auszurichten â die Infektion liegt dann Wochen zurĂŒck. Wirksam sind ein regengeschĂŒtzter Standort, etwa unter einem Vordach oder mit einer Folienabdeckung von Februar bis Mai, das Entfernen befallener BlĂ€tter und vor allem die Sortenwahl. Rote Weinbergpfirsiche wie der Typ Wil gelten als deutlich toleranter, ebenso rotlaubige Zwergformen.
Wie schneidet man einen Pfirsich?
KrĂ€ftig, und jedes Jahr. Pfirsiche und Nektarinen tragen ausschliesslich am einjĂ€hrigen Holz, also an Trieben, die im Vorjahr gewachsen sind. Ein Trieb, der einmal getragen hat, bleibt danach kahl. Ohne Schnitt wandert der Ertrag deshalb rasch nach aussen, die FrĂŒchte werden klein und der Baum verkahlt von innen. Geschnitten wird zur BlĂŒtezeit oder direkt nach der Ernte, nicht im Winter â zur BlĂŒte sehen Sie zudem genau, welche Knospen den Winter ĂŒberstanden haben. Nehmen Sie abgetragenes Holz konsequent auf einen jungen Seitentrieb zurĂŒck. DĂŒnnen Sie ausserdem im Juni den Fruchtansatz auf einen Abstand von rund zehn Zentimetern aus, sonst bleiben die FrĂŒchte klein und der Baum erschöpft sich.
Welcher Pfirsich passt auf Balkon oder Terrasse?
Pfirsiche eignen sich ausgesprochen gut fĂŒr die KĂŒbelkultur, und es gibt eigens dafĂŒr gezĂŒchtete Formen. Die Zwergpfirsiche Bonanza, Garden Silver, Rotlaubiger und Rubira bleiben bei etwa einem bis anderthalb Metern, ebenso die Zwergnektarine Garden Beauty. Schmal aufrecht wachsen der SĂ€ulenpfirsich Campanilo und die SĂ€ulennektarine Alice Col. Wichtig bei Topfkultur sind ein GefĂ€ss von mindestens vierzig bis fĂŒnfzig Litern, tĂ€gliches Giessen im Sommer und ein eingepackter Topf im Winter. Ein Vorteil kommt dazu, der schwerer wiegt, als er klingt: Sie können den Baum von Februar bis Mai an einen regengeschĂŒtzten Platz stellen und so der KrĂ€uselkrankheit wirksam vorbeugen.
Welchen Standort brauchen Pfirsiche und Nektarinen?
Sie brauchen mehr WĂ€rme als jede andere Obstart im Sortiment: vollsonnig, windgeschĂŒtzt und idealerweise vor einer SĂŒd- oder Westwand, die nachts WĂ€rme abgibt. Der Boden soll durchlĂ€ssig, humos und eher leicht sein â schwere, nasse Böden fĂŒhren zu Gummifluss und verkĂŒrzen die Lebensdauer erheblich. Ein regengeschĂŒtzter Platz zahlt sich gleich doppelt aus, weil er die KrĂ€uselkrankheit bremst. In rauen Lagen und höheren Regionen ist die Freilandkultur kaum zuverlĂ€ssig; dort sind eine KĂŒbelhaltung mit geschĂŒtztem Winterquartier oder ein Spalier an einer warmen Hauswand die bessere Wahl.