Vorratsmotten

BuchsbaumblattsaugerLarve Vorratsmotte
Es gibt verschiedene Arten von Vorratsmotten. Die Speicher-, Mehl- und Dörrobstmotten sind jedoch die am häufigsten vorkommenden im Haushaltsbereich. Diese suchen geeignete Lebensmittel auf und legen in unmittelbarer Nähe ihre Eier ab, woraus nach wenigen Tagen Raupen schlüpfen, welche sofort zu fressen beginnen und unappetitliche Gespinstfäden ausscheiden.

Wenn nichts dagegen unternommen wird, fressen sich diese Raupen vor ihrer Verpuppung während 4 bis 5 Wochen voll, danach schlüpfen anschliessend nach einer nur ca. 9 Tage dauernden Puppenruhe die Motten. Die Raupen können sich auch ziemlich weit vom Frassort entfernt verpuppen!

Sollte die Verpuppung an einem kühlen Ort statt finden, so kann es bedeuten, dass die Puppenruhe das ganze Winterhalbjahr über dauern kann und eine Bekämpfung in diesem Fall erst im Frühling wieder Sinn macht.

Vorratsmotten haben eine Spannweite von 17 bis 22 mm. Diese drei Arten kommen am häufigsten vor:
- Mehlmotte (Ephestia kuehniella): Die Larven der Mehlmotte sind vor allem in Mehl, Getreide, Kleie, Samen und Nüssen zu finden. Zum Verpuppen verlassen die Larven das Mehl und verstecken sich in Ritzen und Spalten. Flügelspannweite des Falters: bis 22 mm.
- Speichermotte (Ephestia elutella): Die Larven der Speichermotte bevorzugen Nüsse, Mandeln und Dörrobst. Sogar Nüsse in der Schokolade können befallen sein. Flügelspannweite des Falters: bis 17 mm.
- Dörrobstmotte (Plodia interpunctella): Die Larven der Dörrobsmotte befallen bevorzugt Dörrobst, Nüsse (auch in Schokolade), Mandeln und Erdnüsse. Flügelspannweite des Falters: bis 20 mm.

Wie erkenne ich befallene Lebensmittel?
Mottenlarven produzieren Spinnfäden und es sind ausserdem Kotkrümel, vor allem am Boden der Verpackung zu erkennen. Hinzu kommt dass die Larven bis zu 1,5 cm gross werden und sie somit gut mit blossem Auge erkennbar sind. Auch angefressene Verpackungen deuten auf einen Mottenbefall hin.

Welche Lebensmittel können von Motten befallen sein?
Getreide, Getreideprodukte, Müsli, Nudeln, Reis, Nüsse, Trockenobst, Tee, Gewürze, Schokolade, Pralinen, Tierfutter.


Nützlinge gegen Vorratsmotten / Vorratsmotten bekämpfen
Für eine natürliche und effiziente Bekämpfung von Vorratsmotten eignen sich Tricho-Schlupfwespen (Trichogramma evanescens). Die winzig kleinen (0.3 mm) Schlupfwespen bekämpfen Vorratsmotten indem sie mit ihrem winzigen Stachel am Körperende die Motteneier parasitieren. Dieser kleine Nützling ist für Menschen absolut ungefährlich.

Nachdem das Trichogramma-Weibchen ihre Eier in die der Motten gelegt hat, entwickeln sich aus diesen Motteneiern keine Vorratsmotten mehr und es schlüpfen nach etwa 10 Tagen aus jedem dieser Eier eine neue Trichogramma-Schlupfwespe, welche sich dann unmittelbar nach dem Schlüpfen auf die Suche nach anderen Motteneiern macht. Sobald die Schlupfwespen keine Motteneier mehr finden, verlieren sie ihre Grundlage sich fortzupflanzen und verschwinden ebenfalls von selbst.

Weil die gesamte Entwicklungsdauer von Vorratsmotten ungefähr 50 Tage beträgt und diejenige der Schlupfwespen im Vergleich bei nur ca. 10 Tagen liegt müssen die Schlupfwespen 4x im Abstand von zwei Wochen ausgesetzt werden. Ausschlaggebend ist jedoch die Temperatur.
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