ZwetschgenbĂ€ume â Pflanzen im Topf
Zwetschgen liefern sĂŒsse, aromatische FrĂŒchte fĂŒr den Frischverzehr, fĂŒr Kuchen, KonfitĂŒre und zum Dörren. Wir fĂŒhren bewĂ€hrte Sorten inklusive der klassischen Hauszwetschge, die seit Generationen zu den Schweizer GĂ€rten gehört. Die robusten, reich tragenden BĂ€ume sind pflegeleicht und vielseitig und liefern ĂŒber Jahre zuverlĂ€ssig Ernte. Wer einen Zwetschgenbaum kaufen möchte, erhĂ€lt bei uns winterharte BĂ€ume aus geprĂŒfter Schweizer GĂ€rtnerqualitĂ€t â ein unverzichtbarer Klassiker im Naschgarten.
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HÀufige Fragen rund um ZwetschgenbÀume
Die Zwetschge ist der unkomplizierteste Baum im Steinobstsortiment: meist selbstfruchtbar, spĂ€t blĂŒhend und damit kaum spĂ€tfrostgefĂ€hrdet, robust gegenĂŒber schweren Böden. Zwei Fragen stellen sich trotzdem immer wieder â die nach dem Unterschied zur Pflaume und die nach der Scharka. Hier finden Sie die Antworten dazu und zu Sortenwahl, Erntezeit, Kleinformen und Standort.
Was ist der Unterschied zwischen Zwetschge und Pflaume?
Botanisch gehören beide zur selben Art, Prunus domestica, unterscheiden sich aber deutlich in Form und Verwendung. Die Zwetschge ist lĂ€nglich-oval und an beiden Enden zugespitzt, ihr Fruchtfleisch ist fest und löst sich leicht vom Stein. Genau das macht sie zur klassischen Backfrucht â fĂŒr die WĂ€he, fĂŒr Kuchen und zum Dörren. Die Pflaume dagegen ist rundlich, saftiger und weicher, ihr Stein haftet meist am Fruchtfleisch. In der Deutschschweiz ist die Hauszwetschge der Inbegriff dieser Gruppe: spĂ€t reifend, aromatisch und unĂŒbertroffen fĂŒr die ZwetschgenwĂ€he.
Sind Zwetschgen selbstfruchtbar?
Die meisten ja â ein angenehmer Unterschied zu Apfel, Birne und SĂŒsskirsche. Sorten wie Fellenberg, Hauszwetschge Rinklin, BĂŒhler FrĂŒhzwetschge und Jojo tragen als Einzelbaum zuverlĂ€ssig. Ein zweiter Baum in der NĂ€he erhöht den Ertrag aber spĂŒrbar, denn der Fruchtansatz hĂ€ngt bei Zwetschgen stark vom Wetter zur BlĂŒtezeit ab, und jede zusĂ€tzliche BestĂ€ubungschance zĂ€hlt. Wo nur ein Platz frei ist, vereint die Duo-Zwetschge Hanita + Rinklin zwei Sorten auf einem Stamm, die sich in Reifezeit und Verwendung ergĂ€nzen.
Welche Zwetschgensorte reift wann?
Die Zwetschgenernte zieht sich von Ende Juli bis in den Oktober. FrĂŒh dran sind Katinka, Ersinger FrĂŒhzwetschge und BĂŒhler FrĂŒhzwetschge â sie reifen im Juli oder frĂŒhen August, lassen sich dafĂŒr kaum lagern und sollten rasch verarbeitet werden. Das Mittelfeld bilden Hanita, Cacaks Schöne, Tegera, Fidelia und Julika HOH 8679. SpĂ€t und besonders aromatisch kommen Fellenberg und die Hauszwetschge Rinklin, die klassischen Sorten fĂŒr WĂ€he und Brand. Zwetschgen reifen nach der Ernte nicht mehr nach: Warten Sie, bis sich der Stiel leicht löst und die Frucht ihren blauen Duftfilm zeigt.
Was ist die Scharka-Krankheit und welche Zwetschgensorten sind robust?
Die Scharka ist die bedeutendste Viruskrankheit des Steinobsts und trifft vor allem Zwetschgen, Pflaumen und Aprikosen. Ăbertragen wird sie von BlattlĂ€usen sowie ĂŒber infiziertes Veredelungsmaterial. Befallene FrĂŒchte zeigen ringförmige Flecken und Dellen, schmecken fad und fallen vorzeitig ab; auf dem Laub erscheinen helle Ringe und BĂ€nder. Behandeln lĂ€sst sich die Krankheit nicht â der einzige wirksame Weg fĂŒhrt ĂŒber die Sortenwahl. Jojo war die erste vollstĂ€ndig scharkaresistente Zwetschgensorte ĂŒberhaupt; Jofela und Julika HOH 8679 stammen aus demselben Hohenheimer ZĂŒchtungsprogramm, das gezielt auf Scharkarobustheit ausgerichtet ist. Bei Verdacht auf Befall wenden Sie sich an die kantonale Fachstelle fĂŒr Pflanzenschutz.
Welche Zwetschge passt in einen kleinen Garten oder auf den Balkon?
Am wenigsten Platz brauchen die SĂ€ulenzwetschgen Fruca und Pruntop: Sie wachsen schmal aufrecht, bilden kaum SeitenĂ€ste und lassen sich gut im KĂŒbel ziehen. Noch kompakter bleibt die Zwergzwetschge Blue Dust. Beide Formen tragen frĂŒher als ein Niederstamm, oft schon im ersten oder zweiten Standjahr, brauchen dafĂŒr aber regelmĂ€ssiges Giessen und DĂŒngen. Wer etwas mehr Raum hat, kann eine Zwetschge auch als Spalier an einer Mauer ziehen â sie eignet sich dafĂŒr besser als die meisten anderen Steinobstarten, weil sie sich willig in die FlĂ€che erziehen lĂ€sst.
Welchen Standort und welche Pflege brauchen Zwetschgen?
Zwetschgen sind die genĂŒgsamste Steinobstart im Sortiment. Sie wollen zwar volle Sonne, kommen aber mit kĂŒhleren und raueren Lagen zurecht, in denen Aprikose und Pfirsich lĂ€ngst aufgeben. Ein grosser Vorteil ist die spĂ€te BlĂŒte: Sie liegt nach jener von Aprikose und Kirsche, das SpĂ€tfrostrisiko ist entsprechend geringer. Beim Boden sind Zwetschgen ebenfalls tolerant â sie vertragen schwere, lehmige und nĂ€hrstoffreiche Böden besser als jede andere Steinobstart, sofern keine StaunĂ€sse entsteht. Geschnitten wird sparsam und im Sommer nach der Ernte. Ein Blick lohnt sich auf die Sorte Rafzer, deren Name auf das Rafzerfeld im ZĂŒrcher Unterland verweist.