Buchsbaumzünsler

ameiseSchadbild Buchsbaumzünsler
ameiseBuchsbaumzünsler-Larve
ameiseBuchsbaumzünsler
Einst nur in ein paar wenigen Regionen der Schweiz bekannt, macht der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) nun immer mehr Hobbygärtnern das Leben schwer. Der nachtaktive Falter stammt ursprünglich aus Ostasien. Sobald es im Frühling etwas wärmer wird, legt er seine Eier auf die Blattunterseiten von Buchspflanzen ab.

Daraus schlüpfen die gefrässigen, gelb-grün-schwarz gestreiften Raupen, welche eine elegante Buchshecke in kürzester Zeit kahlfressen können. Übrig bleiben dann oft nur noch verbräunte Triebe, Gespinste und grünliche Kotkrümel.

Der Buchsbaumzünsler kann unter günstigen Witterungsbedingungen bis zu vier Generationen pro Jahr bilden, was die Bekämpfung erschwert.

Vorbeugung und Bekämpfung

Damit es überhaupt nicht zu einem Befall kommt, könnte man die Buchshecke mit einem engmaschigen Netz abdecken. Der Zierwert der immergrünen Sträucher wird hierdurch allerdings stark beeinträchtigt. Auch das rechtzeitige Absammeln der jungen Larven stellt eine mechanische Bekämpfungsmöglichkeit dar, die in der Praxis allerdings auf Grenzen stößt, da die Larven sich im Strauch gut verstecken.

In den ersten Jahren nach seiner Einschleppung waren so gut wie keine einheimischen natürlichen Feinde des Buchsbaumzünslers bekannt. Inzwischen gibt es aber Beobachtungen, dass Vögel und parasitäre Insekten die Larven als Nahrung annehmen.

Zur Bekämpfung können biologische Präparate eingesetzt werden. Diese Spritzmittel enthalten ein Bakterium, das die Raupen infiziert und so zu ihrem Absterben führt. Zusätzlich dienen Pheromon-Lockstofffallen dazu, das Auftreten der Falter genau zu bestimmen.
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