Dickmaulrüssler

ameiseDickmaulrüssler
Dickmaulrüssler, sie gehören zur Gattung Otiorhynchus, sind flugunfähige und nachtaktive Rüsselkäfer. In Mitteleuropa sollen ca. 170 Arten vorkommen. Am häufigsten verursacht der Gefurchte Dickmaulrüssler Schäden an Wurzeln und Blättern verschiedener Pflanzenarten. Besonders beliebt sind Rhododendren, Eiben, Weinreben aber auch diverse bodendeckende Sträucher, Stauden und Erdbeeren. Neben dem Gefurchten Dickmaulrüssler treten seit einiger Zeit auch vermehrt die etwas kleineren Arten Otiorhynchus crataegi, O. salicicola und O. smerczynskii auf.

Erkennbar sind die Käfer an ihrer dunklen, grauen bis braunen Farbe. Charakteristisch sind auch ihre Flügel, die sie panzerartig schützen.

Die erwachsenen Käfer fressen die Blätter vom Rand her an, wodurch Buchten entstehen, die ihnen den Spitznamen 'Fahrkartenknipser' bescherten. Ihre Eier legen die Käfer von Juli bis Oktober auf oder in die Erde. Die daraus schlüpfenden Larven fressen an Wurzeln, Rhizomen und Rüben ihrer Wirtspflanzen.

Dickmaulrüsslern den Kampf ansagen

Tagsüber verstecken sich die nachtaktiven Käfer in Mulch, Laub oder im Boden, erst in der Nacht sind sie aktiv. Spezielle Dickmaulrüsslerfallen nutzen dieses Verhalten. In der Falle, die den Käfern als Tagesversteck dient, kommen die Tiere mit ihrem natürlichen Feind, einen Fadenwurm, in Kontakt. So können sie von dem Parasiten befallen werden.

Der gleiche Fadenwurm wird auch zur Bekämpfung der im Boden lebenden Larven eingesetzt. Hierzu stehen spezielle Gießpräparate zur Verfügung. Für eine ausreichende Wirkung sind Bodentemperaturen ab 12° C aufwärts erforderlich.
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