Gallmilben

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Gallmilben unterscheiden sich deutlich von den Spinnmilben. Ihr Körper ist nicht kugel-, sondern walzenförmig und die Tiere haben im Gegensatz zu anderen Milben nicht vier, sondern nur zwei Beinpaare.

Die winzigen Tiere, die in der Regel mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, saugen Pflanzensaft. Viele Arten verursachen Wucherungen am Pflanzengewebe, so genannte Gallen. Typische Gallen sind z.B. die rot gefärbten Hörnchengallen an Linde oder die knotenförmigen Gallen an Zwetschen. Auch filzige Beläge, die häufig auf den Blattunterseiten von Wein und Walnuss zu finden sind, werden durch Gallmilben verursacht. Diese Gallmilben werden dann als Filzgallmilben bezeichnet. Da sich hier oft Blattaufwölbungen bilden, ist die Bezeichnung Pockenmilbe üblich.

An Schwarzer Johannisbeere und an Haselnuss sind im Winterhalbjahr häufig angeschwollene Knospen zu finden, die durch Knospengallmilben hervorgerufen werden. In diesen Knospen, die im Frühjahr nicht richtig austreiben, leben tausende von Gallmilben.

Typische Vertreter aus der Gruppe der Gallmilben sind die Filz- oder Pockengallmilbe an Weinrebe, Walnuss und Linde. Knötchen- oder blasenförmige Gallen finden sich häufig an Ahorn, Linde, Pflaume, Birne, Weißdorn oder Eberesche. Die Schäden durch diese Gallenbildner sind zwar auffällig, beeinträchtigen das Wachstum der befallenen Pflanzen aber kaum.

Anders sieht es bei Vertretern aus der Gruppe der freilebenden Gallmilben aus. Diese Schädlinge bilden keine typischen Wucherungen, sondern verursachen durch ihre Saugtätigkeit Blatt- und Triebkräuselungen oder Verkorkung der Blatt- oder Fruchthaut. Wachstum und Ertrag können dadurch stark beeinträchtigt werden. Zu dieser Gruppe gehören als wichtigste Vertreter die Kräuselmilbe an der Weinrebe und die Tomatemrostmilbe.

Prophylaxe und Behandlung

Zur Vorbeugung bietet es sich an, Pflanzensorten zu wählen, die nur wenig anfällig für die Gallmilbe sind. Insbesondere sind dies früh reifende Obstsorten. 

Sind einzelne Pflanzenteile augenscheinlich befallen, sollten diese entfernt und entsorgt werden. Bei Gehölzen empfiehlt sich ein starker Rückschnitt, um den Befall einzudämmen.

Als natürliches Mittel haben sich ein Sud aus Rainfarn sowie Brennnesseljauche bewährt.
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