Gallmilben

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Gallmilben (Eriophyidae) gehören zu den Milben. Und auch wenn sie mit bloßem Auge kaum erkennbar sind, richten sie große Schäden an den verschiedensten Pflanzen in Haus und Garten an.

Die Gallmilbe wird etwa 0,1 bis 0,5 mm groß. Sie hat einen wurmähnlichen oder geringelten Korpus und eine weißliche Farbe. Charakteristisch ist, dass die Gallmilbe nur zwei Beinpaare hat - und nicht wie die anderen Milben und Spinnentiere vier.

Besonders aktiv sind die Schädlinge im Frühling und Sommer. Einige Gallmilben-Arten schädigen die Pflanze nicht nur mechanisch, sondern können auch Krankheitserreger übertragen. Ein Beispiel hierfür ist die Johannisbeergallmilbe, welche durch Viren die Brennnesselblättrigkeit verursacht.

Die Gallmilbe befällt viele verschiedene Pflanzen. Besonders häufig sind die folgenden Pflanzen betroffen: Obst- und Ziergehölze (vor allem Pflaume, Brombeere, Himbeere, Johannisbeere), Nadelbäume, Buchen, Haselnussbäume und Ahorn.

Auf diesen Pflanzen erkennt man den Befall anhand der sogenannten Gallen oder Pocken. Dabei handelt es sich um Knötchen, die oft bräunlich bis rötlich gefärbt sind.

An befallenen Hainbuchen kommt es hingegen eher zu eingerollten Blättern. Obstbäume und -sträucher fallen auf durch Früchte, die nicht reifen. An Nadelbäumen wiederum verfärben sich die Nadeln braun und fallen schließlich ab.

Prophylaxe und Behandlung

Zur Vorbeugung bietet es sich an, Pflanzensorten zu wählen, die nur wenig anfällig für die Gallmilbe sind. Insbesondere sind dies früh reifende Obstsorten. 

Sind einzelne Pflanzenteile augenscheinlich befallen, sollten diese entfernt und entsorgt werden. Bei Gehölzen empfiehlt sich ein starker Rückschnitt, um den Befall einzudämmen.

Als natürliches Mittel haben sich ein Sud aus Rainfarn sowie Brennnesseljauche bewährt.
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