Halsbandschnäpper

Halsbandschnäpper Halsbandschnäpper
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Um diesen exklusiven Vogel zu Gesicht zu bekommen, reisen Ornithologen meilenweit: Der Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis) gehört zu den seltensten Brutvögeln der Schweiz und bewohnt lichte Kastanienwälder im Tessin. Der zu den Fliegenschnäppern gehörende Vogel hat ein schwarz-weiß gefärbtes Gefieder und das typische namensgebende weisse Halsband.

Der rare Vogel bewohnt dichte, schattige Laubwälder; weicht jedoch bei Konkurrenzdruck auch in weniger optimale Lebensräume wie Mischwälder aus.

Der Verbreitungsschwerpunkt befindet sich in den gemässigten Breiten Osteuropas. Meist ist der Halsbandschnäpper schwierig zu beobachten, da er sich bevorzugt in der oberen Kronenhälfte von Bäumen aufhält.

Der meisengrosse Vogel ernährt sich von Insekten und Spinnen, auf welche er sich in halsbrecherischem Tempo stürzt und mit Hilfe von Loopings und akrobatischen Luftmanövern aus der Luft schnappt. Seine Flugkünste überzeugen nicht nur bei der Nahrungssuche, sondern auch beim jährlichen Vogelzug. Als Langstreckenzieher fliegt er bis ins westliche Afrika; Gebiete jenseits der Sahara sind seine bevorzugten Überwinterungsgebiete. Deshalb ist er auch nur knapp drei Monate bei uns, bereits ab Juli macht er sich wieder auf den Weg in sein Überwinterungsgebiet.

Der Halsbandschnäpper ist ein regelmässiger, lokaler Brutvogel, seltener ein Durchzügler in der Schweiz. Er ist stark gefährdet und deshalb auf der Roten Liste der Schweiz. Nur noch 15-25 Paare finden sich bei uns, deshalb kann er als absolute Rarität in der hiesigen Vogelwelt bezeichnet werden!

Halsbandschnäpper sind Höhlenbrüter. Da sie jedoch erst Anfangs Mai aus Afrika zurückkommen, sind die verfügbaren Höhlen häufig bereits von anderen Vogelarten besetzt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir diesen exklusiven Vögeln mit künstlichen Nistkästen zusätzlichen Wohnraum bieten!
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