Kastanienminiermotten

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ameiseLarve
Falter
Die Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella) zählt zu den Miniermotten, die wiederum den Schmetterlingen zugeordnet werden. Der ca. 5 mm lange, braune Schädling tritt hauptsächlich an der weißblühenden Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) auf. Die rotblühende Rosskastanie (A. x carnea `Briotii´) wird deutlich weniger befallen.

Die Motte hat sich in den 1980er Jahren, von Mazedonien kommend, inzwischen über ganz Mitteleuropa verbreitet. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Falllaub. Im Frühjahr schlüpft dann die erste Faltergeneration, die ihre Eier an die Blätter der Kastanie legt. Die frisch geschlüpften Larven bohren sich sofort ins Blattgewebe ein, wo sie im Laufe ihrer Entwicklung die typischen Fraßstellen zwischen der oberen und unteren Blatthaut verursachen. Im Gegenlicht kann man die blassen, beinlosen Larven in den Fraßgängen erkennen. Deutlich zu sehen sind auch die feinen Kotkrümel.

Die Motte bildet in der Regel drei Generationen pro Jahr, die sich auch überschneiden können. Durch die Fraßtätigkeit wird die Assimilationsleistung der Bäume gemindert und es kommt zu einem vorzeitigen Blattfall im Spätsommer, was zu einer Schwächung der Gehölze führt.

Kastanienminiermotten: Was tun?

Als natürliche Fressfeinde der Kastanienminiermotte treten verschiedene parasitische Insekten und insektenfressende Vögel wie Blau- und Kohlmeise auf.

Die wichtigste Maßnahme zur Senkung des Befallsdrucks ist das gründliche Beseitigen des Falllaubs. Es kann kompostiert oder in der grünen Tonne entsorgt werden.

Kleine Bäume lassen sich auch mit Insektiziden auf Neembasis gegen die Miniermotte behandeln.
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