Pockenmilben

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ameiseSchadbild Pockenmilben
Pockenmilben (Colomerus vitis), auch als Blattgallmilben oder Filzgallmilben bezeichnet, gehören zur Familie der Gallmilben. Sie befallen Weinreben und spielen daher eine Rolle im Weinbau.

Pockenmilben bilden maximal sieben Generationen jährlich aus. Bis zum späten Sommer leben sie in dem von ihnen produzierten Haarfilz, den sie während ihrer Saugtätigkeit an den Weinblättern absondern. Im Winter verstecken sie sich unter den Knospen. Bei geringem Aufkommen stellen sie keine wirkliche Gefahr dar, im Gegenteil: Ein mittelgradiger Befall mit Gallmilben, zu denen die Pockenmilben zählen, kann sogar zur Förderung der Raubmilbe führen, die wiederum ein nützlicher Fressfeind anderer Schädlinge ist.

Die Pockemilbe saugt den Blattsaft aus den Weinblättern. Das dabei entstehende Sekret sorgt für Deformationen und den typischen weißen Filz unter den Blättern. Auf den Blattoberseiten zeigten sich gelb-grüne Erhebungen, auch als Pocken bezeichnet. Im Spätsommer und bei blauen Reben sind diese rötlich.

Kommen die Milben in moderater Zahl vor, beeinträchtigen sie weder die Blattfunktion noch den Ertrag. Erst bei massivem Aufkommen kann es zum Ausbleiben des Knospentriebes, zu Ernteeinbußen und zum Absterben der Knospen kommen. Ist der Befallsdruck nicht so hoch, stellen sie höchstens einen ästhetischen Mangel dar.

Pockenmilben-Befall reduzieren

Um den Pockenmilben-Befall rechtzeitig zu erkennen, sind jährliche Kontrollen nach dem Austrieb sinnvoll.

Wen die Pocken auf den Weinblättern stören, der sollte befallene Blätter entfernen. Wird der Befall stärker, kann im nächsten Jahr eine Behandlung mit Schwefel durchgeführt werden.

Wer Pockenmilben an Weinreben entdeckt, kann zunächst abwarten. Wird der Befall stärker, helfen Schwefel-Präparate und der Einsatz von Nützlingen weiter.
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