Werren (Maulwurfsgrillen)

ameiseWerren (Maulwurfsgrillen)
Maulwurfsgrillen (Werren) gehören zur großen Gruppe der Heuschrecken. In geringer Menge sind sie im Garten durchaus als Nützlinge einzustufen. Sie fressen bevorzugt verschiedene Insektenlarven und Regenwürmer, nehmen aber auch pflanzliche Kost in Form von Wurzeln und bodennahen Pflanzenteilen zu sich. Indem sie ihre Gänge graben, verwüsten die Grillen oft ganze Beete. Dabei schieben sie beispielsweise jüngere Keimlinge nach oben, woraufhin diese nicht mehr wachsen und gedeihen. Auch Rasenflächen können geschädigt werden.

Die Maulwurfsgrille ist nachtaktiv und wird bis zu 5 cm lang. Sie verbringt die meiste Zeit ihres Lebens im Boden, wo sie umfangreiche Tunnelsysteme anlegt. Dort befinden sich auch ihre Bruthöhlen. Aufgrund dieser Lebensweise wird sie zum Schädling im Garten, wenn ihre Höhlengänge größere Ausmaße annehmen.

Die Grillen halten sich bevorzugt in kultivierten Böden mit lockerer Beschaffenheit auf. Daher sind sie häufig im Gemüsegarten oder im Komposthaufen anzutreffen.

Bekämpfungsmaßnahmen

Werren fressen Schädlinge wie Schneckeneier und Engerlinge. Daher sollten sie nur bekämpft werden, wenn sie überhand nehmen. Man kann sie fangen, indem man Dosen oder Gläser ebenerdig im Boden vergräbt. Sternförmig ausgelegte Bretter oder Latten sollen die Tiere in die Fallen leiten. Zur biologischen Bekämpfung eignen sich Nematoden (Fadenwürmer) der Art Steinernema carpocapsae. Sie werden dem Gießwasser beigemischt und parasitieren die Schädlinge.
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