Frostrisse 

Schadbild Frostriss an Baum

Schadbild Frostriss an Baum 

Schadbild Frostriss an Baum

Schadbild Frostriss an Baumt 

Zeigen sich an der Rinde der Stämme von Obst- und Alleebäumen auffällige Längsrisse in der Rinde, könnte dieser Schaden auf die Einwirkung von Frost zurückzuführen sein. Solche Frostrisse sind tief und gehen durch die gesamte Borke bis auf den Holzkörper der Bäume. Sie lassen sich von normalen Wachstumsrissen gut unterscheiden, die nur im Bereich der äusseren Rinde zu finden sind.

Rissige Borke auf Grund von natürlichem Rindenwachstum findet man z.B. deutlich an Birnbäumen oder Eichen. Bei Quitten und Platanen schält sich die Rinde in manchen Jahren so, dass handgrosse Stücke abgestossen werden. Dieser Vorgang ist, ganz anders als die Frostrisse, völlig unbedenklich.

Frostrisse entstehen gewöhnlich an intensiv besonnten Teilen des Stammes. Bei winterlichem Hochdruckwetter mit viel Sonnenschein, erwärmen die Strahlen die meist dunkle Rinde der Bäume. In der Nacht sinkt das Thermometer dann durchaus auf Minusgrade im zweistelligen Bereich. Ausserdem können die Temperaturunterschiede zwischen besonnter und unbesonnter Stammseite bei bis zu 20°C liegen. Diese Temperaturschwankungen bewirken starke Spannungen im Rindengewebe. Als Folge reisst es oder stirbt flächig ab. In diesem Fall spricht man von Frostplatten.

Solche Verletzungen heilen kaum und sind Eintrittspforten für eine Reihe von pilzlichen Fäuleerregern. Ähnliche Schäden können auch in heissen Sommern entstehen, wenn Bäume mit dünner Borke sehr stark besonnt werden. Vor allem, wenn vormals beschattete Stämme, z.B. nach der Rodung von Sträuchern, plötzlich intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

Vermeidung von Frostrissen und Sonnenbrand

Eine altbewährte Methode ist das Weissen der Bäume mit einem Baumanstrich. Die weisse Farbe reflektiert das Sonnenlicht und sorgt dafür, dass sich das Rindengewebe nicht so stark erwärmt.