Grünkragen

ameise Grünkragen

Als Grün- oder Gelbkragen bezeichnet man farbliche und strukturelle Veränderungen im Gewebe der reifenden Tomatenfrucht. Typisch ist die Ausbildung eines grünen bis gelben Ringes oder Kragens um den Stielansatz herum. Während das restliche Fruchtgewebe den normalen Reifungsprozess durchläuft, bleibt dieser Bereich grün und hart. Die Ursache für diese physiologische Fruchtreifestörung ist leider nicht genau geklärt. Man vermutet, dass eine Unterversorgung mit dem Nährstoff Kalium eine Rolle spielen könnte. Ausserdem soll eine zu hohe Stickstoffdüngung die Bildung des Grüngkragens fördern. Starke Sonneneinstrahlung und vor allem hohe Temperaturen, wie sie im Sommer im Gewächshaus häufiger auftreten, werden ebenfalls als Ursache für diese Störung erwähnt.

Normalerweise lassen sich betroffene Früchte bedenkenlos verzehren und verarbeiten, wenn man die eingetrockneten Stellen grosszügig wegschneidet.

Massnahmen gegen Grün- und Gelbkragen
Im Garten oder auch bei der Tomatenkultur auf dem Balkon wird man mit dieser Erscheinung leben müssen. Im Gewächshaus sollte bei sehr sonnigem Wetter schattiert und natürlich reichlich gelüftet werden. Über gezielte Düngungsmassnahmen wird man das Problem nicht in den Griff bekommen.

In jeden Fall ist aber darauf zu achten, dass nicht zu viel Stickstoff gegeben wird. Sollte Grünkragen häufiger und wiederholt auftreten, kann man es im nächsten Jahr vielleicht mit einer anderen Sorte versuchen. Die Sorte "Harzfeuer" gilt z.B. als anfällig für diese Störung. Da es aber keine verlässlichen Informationen zur Anfälligkeit der Sorten gibt, bleibt nur das Ausprobieren.

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