Mäuse 

Wühlmaus im Garten

Wühlmaus im Garten 

Schermaus (Arvicola Terrestris)

Schermaus (Arvicola Terrestris) 

Feldmaus (Microtus arvalis)

Feldmaus (Microtus arvalis) 

An Gartenpflanzen kommt es gelegentlich zu Schäden durch Mäusefrass. Am häufigsten tritt die Schermaus (Arvicola terrestris) auf. Sie wird auch als Wühl- oder Mollmaus bezeichnet. Auch die Feldmaus (Microtus arvalis) kann grössere Probleme bereiten. Die Tiere fressen bevorzugt Wurzeln, aber auch junge Rinde von Gehölzen. Ausserdem stehen verschiedene Knollen und Rüben wie Kartoffeln, Möhren, Topinambur oder Randen auf ihrem Speiseplan. Im Winter ernähren sie sich auch gern von den Zwiebeln und Knollen beliebter Frühlingsblüher wie Krokus, Tulpe, Hyazinthe oder Winterling.

Beide Arten graben Gänge in den Boden. In diesem Gangsystem werden auch die Nester für den Nachwuchs gebaut. In Gärten bereitet vor allem die Schermaus Probleme. Sie lebt in der Regel auf tiefgründigem Kulturland. Besonders gefährdet sind Obstanlagen und Gärten in Nachbarschaft von Wiesen und Weiden oder Brachland. In Wohngebieten ist sie seltener anzutreffen. Mit ihren kräftigen Zähnen nagt sie bevorzugt an den Wurzeln und am Wurzelhals. Oft bleibt von einem jungen Obstbaum nur ein Wurzelstumpf übrig. Die Frassspuren kann man deutlich erkennen. Im fortgeschrittenen Stadium lassen sich die geschädigten Gehölze leicht aus der Erde ziehen.

Massnahmen gegen Mäuse

Mäuse haben verschiedene natürliche Feinde. Viele Greifvogelarten sind hervorragende Mäusejäger. Falke und Bussard kann man durch das Aufstellen so genannter Sitzkrücken fördern und Eulen z.B. die Eulenhöhle Nr. 5 zur Aufzucht ihrer Brut anbieten. Erfolgreiche Mäusejäger sind auch das Mauswiesel und das Grosse Wiesel, das auch unter dem Namen Hermelin bekannt ist. Beide Wieselarten benötigen Versteckmöglichkeiten, wie z.B. Stein- und Reisighaufen.

Wo mit Befall durch die Schermaus zu rechnen ist, kann beim Pflanzen von Jungbäumen und Sträuchern ein Wurzelschutz aus feuerverzinktem Drahtgeflecht in das Pflanzloch eingebaut werden. Mit etwas Geschick lassen sich die schädlichen Nager im Winter auch mit Röhren- oder Zangenfallen fangen.