Der Vogelzug: Was steckt hinter dem eindrucksvollen Schauspiel?

Mit Sicherheit ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass ein gewisser Wechsel der bei uns lebenden Vögel nach Jahreszeiten stattfindet – teilweise mit einer beeindruckenden Pünktlichkeit. So machen sich etwa die Mauersegler ziemlich genau um den 1. August herum auf ihren Weg Richtung Süden.

Wir verraten Ihnen mehr über diesen Vogelzug und erklären auch, wie Sie die Vögel mit biologischem Gärtnern unterstützen.

Was ist der Vogelzug und welche Varianten gibt es?

Ein Grossteil der Vogelwelt unterliegt einem jahreszeitlichen Wechsel. Dabei unterscheiden Experten zwischen:

  • Langstrecken­ziehern (z.B. Gartenrotschwanz, Sumpfrohrsänger)
  • Teilziehern (Amsel, Fischadler, Rotkehlchen usw.) und
  • Kurzstrecken­ziehern (etwa Finken, Feldlerchen)

Die Langstreckenzieher verlassen ihr Brutgebiet im Spätsommer, um in tropischen oder subtropischen Gebieten wie Afrika und Asien zu überwintern. Da sie meist Insektenfresser sind, finden sie in wärmeren Regionen ein besseres Nahrungsangebot vor.

Vögel, die zu den Kurzstreckenziehern gehören, verbringen den Winter in Klimazonen, die ihrem Brutgebiet ähnlich sind. In Europa wäre das etwa der Mittelmeerraum.

Unter den Teilziehern fasst man verschiedene Formen des Vogelzugs zusammen. Dazu gehören beispielweise die Amseln, die als Altvögel im Brutgebiet überwintern, während die Jungvögel häufig in den Süden ziehen.


Gartenrotschwanz Langstreckenzieher

Der Gartenrotschwanz ist ein Langstrecken­zieher

Amsel: Teilzieher

Die Amsel gehört zu den Teilziehern

Felderlerche

Die Felderlerche gehört zu den Kurzstrecken­ziehern

Gibt es weitere Unter­scheidungs­merkmale?

Weiterhin lassen sich Vogelzüge nach dem Zeitpunkt, zu dem sie fliegen, unterscheiden. Während Finken etwa morgens ziehen, werden Sie Singdrosseln oder Rotkehlchen beinahe nur in der Nacht entdecken. Andere wiederum fliegen sowohl tagsüber als auch nachts, wie die Feldlerchen.

Nicht zuletzt gibt es einen Unterschied in der Anzahl der ziehenden Vögel. Manche Vogelarten fliegen in kleinen Schwärmen, andere in grossen. Wiederum andere ziehen ganz alleine in andere Gebiete.

Manchmal gibt es sogar eine typische Formation, in der die Zugvögel fliegen. Diese Formation gibt Hinweise auf die genaue Vogelart, die da am Himmel erscheint. Bestimmt kennen Sie die klassische V-Linie, in der Graugänse und Kraniche in die wärmeren Regionen ziehen. Weitere spannende Informationen zum Vogelzug finden Sie bei der Schweizerischen Vogelwarte.

Jetzt wissen Sie bereits viel über den beeindruckenden Vogelzug, der jährlich stattfindet. Doch wir möchten Ihnen auch verraten, wie Sie die Vögel unterstützen können.

So können Sie die Vögel unterstützen

Viele der Vögel sind auf Insekten als Grundnahrung angewiesen. Es zeigt sich jedoch, dass eben diese Vogelarten in ihrer Anzahl stetig weniger werden. Ein Grund dafür sind die Chemikalien, die in der Landwirtschaft, aber auch in unseren heimischen Gärten verwendet werden. Diese töten viele der nützlichen Insekten, welche den Vögeln als Nahrung dienen. Wenn Sie also aktiven Vogelschutz betreiben wollen, verzichten Sie auf Pflanzenschutz mit schädlichen Inhaltsstoffen.

Setzen Sie auf biologisches Gärtnern! Einen Einstieg hierzu finden Sie in diesem Biogartenbuch aus unserem Online-Shop. Hier finden Sie auch viele biologische Schädlingsbekämpfungsprodukte. Diese verhelfen nicht nur Ihren Pflanzen zu besserer Gesundheit, sondern schützen auch den heimischen Vogelbestand.

Ausserdem sinnvoll: eine Vogeltränke im Garten, sodass Vögel im heissen August eine sichere Wasserquelle und einen Badeplatz zum Abkühlen vorfinden. Die Hitze macht Vögeln im Sommer sehr zu schaffen, da sie nicht schwitzen können und die Körperwärme über den Schnabel abgeben müssen. Mehr hierzu können Sie enbfalls auf der Seite der Vogelwarte finden. Auch schattige Büsche helfen den Vögeln, sich jetzt in Ihrem Garten wohlzufühlen, bis sie ihren Wohnort für den Winter verlassen.

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Weiterführende Informationen zum Thema Vögel finden Sie unter dem folgenden Link:


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