Schläfer (Bilche)

Siebenschläfer Siebenschläfer
Gartenschläfer Gartenschläfer
Haselmaus Haselmaus
Diese putzigen Tiere machen ihrem Namen alle Ehre: mehr als die Hälfte des Jahres schlummern die Schläfer nämlich gemütlich in ihrer Winterhöhle, praktisch durch nichts lassen sie sich in ihrem Winterschlaf stören!

Zu den Schläfern oder Bilchen (Gliridae) gehören bei uns die Baum-, Garten- und Siebenschläfer sowie die Haselmaus. Letztere ist gar keine Maus, sondern ein nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche, der Benjamin der Schläfer in der Schweiz.

Punkto Aussehen und Verhalten sind Bilche eine Kombination aus Mäusen, Hörnchen und Eichhörnchen: grosse Knopfaugen, kleine runde Ohren und ein langer buschiger Schwanz.

Die Schlafmäuse leben in Bäumen und Büschen in lichten Laub- und Mischwäldern sowie in naturnahen Gärten und Streuobstwiesen.

Der Siebenschläfer bewohnt in der Schweiz die tieferen und mittleren Höhenlagen, während der Gartenschläfer in den Alpen, sowie im Jura verbreitet ist. Die Verbreitung des Baumschläfers beschränkt sich bei uns auf das östliche Engadin. Die Haselmaus ist in der ganzen Schweiz zu finden.

Bilche sind ausgezeichnete Kletterer und sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sobald es dunkel ist, machen sie sich auf die Suche nach Nüssen, Früchten, Samen, Insekten, Spinnen und Schnecken.

Der Bestände unserer einheimischen Schläfer sind mittlerweile stark rückläufig. Das Fehlen intakter Mischwälder mit alten und toten Bäumen nimmt Ihnen den geeigneten Lebensraum weg. Deshalb weichen sie auch häufig auf den Dachboden von Häusern aus, wo die nachtaktiven Kobolde, zum Leidwesen der Menschen, die Nacht zum Tag machen. Es empfiehlt sich deshalb das Anbringen von Ersatzbehausungen (Schläferkästen) an geeigneten Bäumen und Sträuchern in der Umgebung. Wird der Garten auch noch naturnah gestaltet mit einheimischen Sträuchern und Bäumen, dann ist das Schlafmaus-Paradies perfekt!
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