Mehlschwalben

Mehlschwalben Mehlschwalben
Mehlschwalben Mehlschwalben
Mehlschwalben Nest Mehlschwalben

Das Markenzeichen der eleganten Insektenjägerin ist eine blauschwarze Oberseite mit weissem Bürzel, eine weisse Unterseite und ein kurzer leicht gegabelter Schwanz. Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) gehört zur Vogelgruppe der Schwalben und bewohnt Kolonien an Gebäuden in Städten und Dörfern. Sie ist eine Kulturfolgerin, welche schon seit langem die Nähe des Menschen sucht. 

Die wendige Fliegerin lebt wie der Mauersegler quasi im Flug, am Boden findet man sie nur bei der Aufnahme von Nistmaterial. Gut kann man die Schwalbe in der Nähe von Gewässern beobachten, wo sie zusammen mit Artgenossen Jagd auf Flug- und Wasserinsekten macht. Ein reich gedeckter Tisch an Insekten ist deshalb eine Voraussetzung für den erfolgreichen Weiterbestand dieser Vogelart.

Mehlschwalben sind Langstreckenzieher: sie kehren Ende April aus Afrika zurück, ab Mitte August bis Oktober verlassen sie ihr Brutgebiete bei uns schon wieder und ziehen als Schwarm für die Überwinterung ins mittlere und südliche Afrika. 

In der Schweiz ist die weiss-schwarze Schwalbe ein regelmässiger, häufiger Brutvogel und Durchzügler sowie ein extrem seltener Wintergast. Trotzdem ist ihr Bestand leider potentiell gefährdet, vor allem in den Städten ist sie immer mehr am Verschwinden.

Mehlschwalben sind Gebäudebrüter und nisten gerne an Gebäudefassaden. Aus feuchten Lehmkügelchen bauen sie ihre Nester aussen unter dem Dach. Eine intensive Landwirtschaft, die zunehmende Versiegelung von Böden, aber auch Angst vor Verschmutzungen an Gebäuden durch Schwalbennester bedrohen auch in der Schweiz den Mehlschwalben-Bestand.

Durch verschieden Unterstützungsmassnahmen können wir den wendigen Vögeln unter die Arme greifen: Durch das Anbringen von künstlichen Mehlschwalbennestern  schaffen wir wertvolle Brutmöglichkeiten. Lebendige, vielfältige Gärten mit blühenden Wiesen sind insektenreich und schaffen damit die Nahrungsgrundlage für die Insektenfresser.

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