Schellente

Ihren deutschen Namen verdankt sie dem pfeifenden und wie ein Klingeln («Schellen») tönenden Fluggeräusch. Der englische Name leitet sich von den leuchtenden Augen (Common Goldeneye) und der lateinische von der charakteristischen stierartigen Kopfform des Männchens ab.......bei diesem Phänotyp kann es sich nur um die zu den Entenvögeln gehörende Schellente (Bucephala clangula) handeln!

Besonders auffällig ist der Schellerpel mit seinem edlen grünschillernd schwarzen Kopf und dem charakteristischen weissem Fleck zwischen Schnabel und Auge. Die weiblichen Schellenten sind mit ihrem braunen Kopf und grauen Körper dagegen eher unscheinbar.

Die Kurzstreckenzieher sind typische Wintergäste auf unseren Seen und Fliessgewässern. Wenn es in ihren Brutgebieten in den nördlichen Gefilden kalt wird, weichen diese Entenvögel nach Süden aus und sind dann bei uns zu beobachten.

Als Tauchente findet die Schellente ihre Nahrung am Gewässergrund. Auf dem Speisezettel stehen Weichtiere, Krebstiere und Insektenlarven.

Schellenten sind bei uns regelmässige, häufige Durchzügler und Wintergäste, extrem seltene Brutvögel und in ihrem Bestand leider sehr verletzlich. Der entscheidende Faktor für ihre Ansiedlung ist das Vorhandensein eines Nistplatzes in der Nähe von Gewässern. Es sind dies Altholzbestände, in deren Höhlen die Schellente ihre Brutmöglichkeit findet. Schellenten sind nämlich Höhlenbrüter und nisten in Bruthöhlen in der Nähe von Gewässern. Der Erhalt entsprechender alter Bäume mit Spechthöhlen ist folglich auch der effektivste Schutz dieser Ente. Wo es nur wenige natürliche Brutmöglichkeiten gibt, stellt das Anbringen von Nistkästen an Bäumen entlang von Gewässern für die Schellenten eine grosse Hilfe dar.
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