Baumwanzen 

Marmo­rierte Baum­wanze (Halyo­morpha haly)

Marmo­rierte Baum­wanze (Halyo­morpha haly) auf einem Blatt 

Jungtiere der marmo­rierten Baum­wanze (Halyo­morpha haly)

Jungtiere der marmo­rierten Baum­wanze (Halyo­morpha haly) 

Grüne Reiswanze (Nezara viridula) auf Salbeiblatt

Grüne Reiswanze (Nezara viridula) auf Salbeiblatt 

Zur Gruppe der Baumwanzen (Pentatomidae) gehören einige häufiger zu findende Arten, wie die Grüne Stinkwanze, die Braune Beerenwanze, die Nördliche Fruchtwanze oder die auffällig rot schwarz gemusterte Streifenwanze. Die verschiedenen Arten der heimischen Baumwanzen ernähren sich überwiegend von Pflanzensäften, können aber auch kleine Insekten aussaugen.

Die meisten Vertreter dieser Wanzenfamilie verfügen über so genannte Stinkdrüsen, aus denen sie bei Gefahr ein streng riechendes Sekret abgeben. Gelangt es auf Früchte, z.B. von Himbeere oder Brombeere werden diese ungeniessbar. I.d.R. sind davon aber immer nur einzelne Beeren betroffen.

Problematischer sind aber vor allem zwei relativ neue, invasive Baumwanzenarten: Die braun gefärbte Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys), die ursprünglich aus Südostsaien stammt, und die Grüne Reiswanze (Nezara viridula), deren Ursprungsgebiet vermutlich Ostafrika ist. Die wärmeliebenden Arten haben sich in den letzten Jahren stärker ausgebreitet und verursachen teilweise massive Saugschäden an Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Die Wanzen stechen Früchte, Triebe und Blätter an, um Pflanzensaft zu saugen. Durch den Einstich kann es zu Deformationen an jungen Früchten und zum Aufreissen von Gewebe kommen. Auch Absterbe- und Welkesymptome sind möglich. Ein weiteres Problem sind Geschmacksveränderungen durch die Einstiche.

Die Marmorierte Baumwanze bildet nach derzeitigem Kenntnisstand in der nördlichen Schweiz eine Generation. Im Tessin sind zwei Generationen pro Jahr nachgewiesen. Im Herbst suchen die erwachsenen Tiere warme und trockene Orte zur Überwinterung auf. Die Grüne Reiswanze, bildet in klimatisch begünstigten Regionen auch nördlich der Alpen zwei Generationen pro Jahr. In Deutschland kommen die Tiere z.B. vermehrt im Rheintal vor.

Massnahmen gegen Baumwanzen

Wo vor allem die beiden invasiven Arten auftreten, kann man gefährdete Gemüsekulturen mit Kulturschutznetzen abdecken. Die relativ grossen Tiere werden so weitestgehend von den Pflanzen ferngehalten.
Pflanzenschutzmittel zeigen leider keine ausreichende Wirkung gegen Wanzen.