Eisheilige - Das steckt dahinter

Vorsicht Frostgefahr vor den Eisheiligen

Vorsicht Eisheilige – Worauf Gärtner im Mai besonders achten sollten

Mitte Mai heisst es aufpassen für Gartenfreunde, denn um diese Jahreszeit sind Kaltluftvorstösse nicht ungewöhnlich. Auch dieses Jahr könnte uns rund um die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai wieder eine ungemütliche Kaltluft erfassen. Ihren Namen verdanken diese Tage drei, je nach Region auch vier oder fünf Namenstagen von Heiligen im Monat Mai. Eisheilige, in manchen Gegenden auch "gestrenge Herren" oder "Eismänner" genannt, sind in ganz Mitteleuropa bekannt – im England als Ice Saints oder im französischen Sprachraum als Saints de glace.

Dass diese Wetterkapriole Tradition hat, zeigt die alte Bauernregel, die sich noch auf den Julianischen Kalender bezieht, der 1582 reformiert wurde. Dadurch haben sich die Daten etwas verschoben, was bedeutet: Mamertus, Pankratius und ihre "Kollegen" Servatius, Bonifatius und die bei Gärtnern besonders gefürchtete Kalte Sophie verspäten sich meist etwas. 2018 müssen wir daher rund um den 20. Mai mit einem Kälteeinbruch rechnen.

Gibt es dieses Wetterphänomen wirklich?

Alte Bauernregeln spielen zwar in der modernen Meteorologie heute keine Rolle mehr. Trotzdem: In den alten Regeln, die auf jahrhundertelange Wetterbeobachtung und Erfahrung zurückgehen, steckt oft viel Weisheit! Das gilt auch für das Wetterphänomen der "Eisheiligen", die sich meteorologisch gut erklären lassen. Die Temperaturen sind ab Anfang Mai in Mitteleuropa meist schon recht hoch. Der Kontinent erwärmt sich jetzt deutlich rascher als das Meer, was zu Temperaturunterschieden zwischen der Landmasse und dem Ozean führt. Die Folge dieser Differenz sind Tiefdruckwetterlagen, welche die warmen Festland-Luftströmungen sozusagen nach Norden jagen und so die eisige Luft aus den Polarregionen nach Mitteleuropa drücken. Daher kann in dieser Zeit in sternenklaren Nächten Frost auftreten.

Was im Garten bis nach den Eisheiligen warten sollte

Zwar ist das Phänomen in den vergangenen Jahrzehnten ein wenig zurückgegangen, aber als Hobbygärtner sollten Sie dennoch damit rechnen, dass Mitte Mai noch einmal Frost auftritt. Sobald jedoch Sophie, die letzte Eisheilige, vorüber ist, so die alte Bauernregel, ist man vor Nachtfrösten gefeit. Jetzt dürfen auch die Mimosen unter den Nutzpflanzen ins Freie wie etwa Zucchini, Salate, Tomaten und anderes kälteempfindliche Gemüse sowie in Töpfen vorgezogene Kräuter. Wer sie als Jungpflanzen ins Beet setzt, sollte sie vorsichtshalber aber noch bis Ende Mai mit Vlies oder Zeitung vor Frost schützen.


Zucchini

Zucchetti

kälteempfindliche Salate

Salate

Vorgezogene Kräuter und Tomaten

Tomaten und Kräuter


Direkt ins Freiland aussäen kann man nach den Eisheiligen nach Herzenslust: Spinat, Radieschen, Karotten, Kraut, Rettich, Spinat oder einjährige Blumen können nun Ihre Beete und Ihre Grünfläche in einen richtigen Garten Eden verwandeln. Die Zeit nach den Eisheiligen ist zudem eine gute Periode, um sich eine schöne Blumenwiese zu schaffen. Auch frostempfindliche Kübelpflanzen dürfen nach den Eisheiligen ins Freie.

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