Pflanzenschutz Schnecken

Schnecke auf einem Kohl

Schneckenbekämpfung – Schnecken mit biologischen Mitteln vertreiben

Diese Weichtiere können im heimischen Garten zu einer regelrechten Plage werden. Insbesondere auf den schmackhaften Salat sowie andere zarte Gemüsepflanzen haben sie es abgesehen. Wenn auch Sie vor lauter Nacktschnecken kein junges Grün in Ihren Beeten mehr erkennen, ist es höchste Zeit zu handeln. Jedoch sollten Sie hierbei nicht sofort zur "chemischen Keule" greifen. Denn biologische und mechanische Arten der Schneckenbekämpfung sind ebenfalls äusserst effizient.

Vorbeugung ist der beste Weg

In der Regel bestehen die überwinternden Gelege dieser Weichtiere aus Hunderten Eiern. Wer diese vernichten möchte, kann im Spätherbst – nach den ersten Nachtfrösten – oder im beginnenden Frühjahr seine Gartenbeete gründlich durchhacken. Jedoch besteht bei dieser Methode die Möglichkeit, dass das ökologische Gleichgewicht des Bodens aus den Fugen gerät. Besser ist es, im April die Beete glatt zu harken und damit die Nacktschnecken aus ihren Verstecken zu locken. Da die Nächte zu dieser Zeit noch sehr kalt sind und die Tiere keine Unterschlupfmöglichkeiten mehr finden, werden sie erfrieren. Somit können sich die Schnecken nicht mehr vermehren und einer erfolgreichen Aussaat steht nun nichts mehr im Wege. Wem hierfür noch einige Sämereien fehlen, sollte einen Blick in unseren Onlineshop werfen. Mit über 3'000 verschiedenen Sorten und Arten von Samen ist gewiss für jeden Hobbygärtner das Richtige dabei.

Zudem ist es bei der Nacktschneckenbekämpfung sinnvoll, die Gartenbeete nicht am Abend, sondern in den frühen Morgenstunden zu giessen. Somit können die nachtaktiven Tiere den feuchten Boden nicht mehr zur Nahrungssuche nutzen und müssen sich andere Nahrungsquellen suchen. Weiterhin sollten Gartenliebhaber auf eine grossflächige Bewässerung verzichten und stattdessen die Gemüsepflanzen circa alle zwei Tage separat kräftig giessen. Damit nehmen Sie den Nacktschnecken die Möglichkeit, sich auf grösseren feuchten Arealen fortzubewegen.

Schneckenzaun aufstellen

Obwohl Schneckenzäune in ihrer Anschaffung recht teuer sind, lohnt sich die Investition. Das Geheimnis ihres Erfolges liegt in ihrem abgewinkelten Profil, welches die Weichtiere nicht überwinden können. Angeboten werden diese Produkte von verschiedenen Herstellern und sind vor allem in Gartenfachgeschäften sowie Baumärkten zu finden. Bei der Aufstellung müssen Sie darauf achten, dass die Zäune keinerlei Kontakt mit Gras oder Gemüsepflanzen haben. Auch sollten sie mindestens zehn Zentimeter im Erdreich verankert sein und etwa in gleicher Höhe aus dem Gartenboden herausragen.

Schneckenzaun

Suchen Sie sich tierische Verbündete

Wer einen naturnahen Garten sein Eigen nennt und zahlreichen Nützlingen einen Lebensraum bietet, muss sich um das Thema Schneckenbekämpfung nicht allzu viele Gedanken machen. Denn wo Spitzmäuse, Igel und Blindschleichen in unmittelbarer Umgebung wohnen, kommt es kaum zu einer Überpopulation von Schnecken. Darüber hinaus sind ausgewachsene Nacktschnecken bei Kröten sowie verschiedenen Vogelarten wie Elstern und Amseln Teil des Speiseplans.


Igel

Igel

Blindschleiche

Blindschleiche

Spitzmaus

Spitzmaus

Lassen Sie den Erosionsschutz nicht ausser Acht

Vorbeugende Massnahmen wirken sich oft ungünstig auf den Erosionsschutz aus. Im Allgemeinen finden die Weichtiere in sorgfältig bearbeiteten Gartenbeeten wenig Unterschlupfmöglichkeiten. Ebenso wird ihre Anzahl durch eine intensive Bodenbearbeitung erheblich reduziert. Allerdings vergessen hierbei viele Hobbygärtner, dass sich ab einer Hangneigung von zwei Prozent das Erosionsrisiko erhöht. Daher ist eine standortangepasste Bearbeitung der Beete äusserst wichtig.

Weitere Tipps und nütliche Links

Wer nun mehr zu diesem Thema wissen möchte, findet im Ratgeber "Schneckenflüstern statt Schneckenkorn" weitere nützliche Hinweise. Auch ein Blick auf folgende Internetseiten ist sehr aufschlussreich:


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.
Nach oben