Dach­begrü­nungen: attrak­tive Viel­falt auf dem Dach

Attrak­tiv be­pflanzte Dächer sind nicht nur im Rahmen des Urban Garde­ning Trends gerne gesehen. Sie bieten Haus­besitzern auch die Möglich­keit, ihr Dach indivi­duell mit Grün­pflanzen zu gestalten und auf diese Weise sogar einen Beitrag zum Schutz von Umwelt und diversen Tier­arten zu leisten.

Grüne Dächer braucht das Land: Welche Vor­teile bringen Dach­begrü­nungen?

Ein grün bewil­dertes Dach mit einigen farb­lichen Ak­zenten hier und da ist ein Blick­fang für sich. Doch neben seinen deko­rativen Vor­teilen hat dieser Trend, der auch im Urban Gar­dening ver­folgt wird, Vor­teile für Tiere und Umwelt.
So dienen die Grün­anlagen auf den Dächern vielen Tieren, die ihren natür­lichen Unter­schlupf durch Bau­mass­nahmen und ähn­liche Verän­derungen ver­loren haben, als wichtige Alter­nativ-Heimat. Hier können teil­weise vom Aus­sterben bedrohte Tier­arten Schutz und Nahrung finden oder ihren Nach­wuchs gross­ziehen, beispiels­weise Wild­bienen, Schmetter­linge oder Käfer. Auch bedrohte Pflanzen­arten können hier kulti­viert und gepflegt werden – wodurch Begrü­nungen auf dem Dach auch zum Arten­schutz und zur Bio­diver­sität beitragen.
Aber auch für das eigene Zuhause kann diese besondere Form der Be­pflan­zung Sinn machen. Hier­durch ergibt sich nämlich eine natür­liche Kühlung, die insbe­sondere in Häusern, die sich im Sommer stark auf­heizen, attrak­tiv ist.

Exten­sive und inten­sive Dach­begrü­nungen: Was gibt es hier zu beachten?

Grund­sätzlich unter­scheidet man zwischen exten­siven und inten­siven Dach­begrü­nungen.
Bei der inten­siven Variante nutzen Sie einen Boden­aufbau, wie er in der freien Natur erkenn­bar ist. Die Vor­teile hierbei: Sie haben die Möglich­keit, die Bepflan­zung frei auszu­wählen. Wichtig ist hier, dass die Trag­kraft des Dachs sehr hoch ist. Zudem ist eine solche Bepflan­zungs­art auf­wändig und meist kost­spieliger als die exten­sive Variante.
Bei der exten­siven Begrünung benötigen Sie nämlich ledig­lich ein Sub­strat, das Sie mit bestimmten Pflanzen versehen. Die Auswahl ist hierbei etwas einge­schränkter, aber unter Sukkulenten, Moosen, Gräsern und einigen Knollen­pflanzen sollten Sie dennoch aus­reichend Auswahl haben, um das Dach nach Ihren Vor­stel­lungen zu gestalten. Diese Variante ist auch die, welche in unseren Breiten­graden am häufig­sten ange­wendet wird.


Dachbegrünung Beispiel 1
Dachbegrünung Beispiel 2
Dachbegrünung Beispiel 3

Was Sie unbe­dingt prüfen sollten, bevor Sie starten

Sie haben ent­schieden, ob es eine exten­sive oder inten­sive Begrünung werden soll? Dann sollten Sie noch Folgen­des prüfen, bevor Sie tat­sächlich starten:
Ist die Tragkraft Ihres Dachs aus­reichend? Bei der exten­siven Begrünungen sind mindestens 60 bis 80 kg Trag­kraft Voraus­setzung.
Wie ist die Dach­neigung? Diese sollten im besten Fall zwischen 0 und 5 Grad liegen.
Ist das Dach aus­rei­chend abge­dichtet? Über­prüfen Sie in jedem Fall vorher die Ab­dichtung und achten Sie dabei auf vorhandene Schäden, die vorher ausge­bessert werden müssen.
Auch der Dach­ablauf sollte in Ihre Planung einge­bunden werden.

Die Optik: Möglich­keiten und Ideen

Grund­sätzlich werden Dach­begrü­nungen in folgenden Schichten aufgesetzt:

  • Schutz- und Filter­vlies mit Ablauf
  • Drainage­system
  • Kontroll­schacht
  • Substrat
  • Sand
  • Saatgut oder
  • eine ausge­wachsene Bepflan­zung

Eine unkom­pli­zierte und dennoch anspre­chende Variante ist die Be­pflanzung mit Dach­gräsern. Kombi­nieren Sie mehrere Arten und spielen Sie mit den unter­schiedlichen Farb­gebungen.

Eine pflege­leichte Pflanze für Ihr Dach ist das Moor-Blaugras, das 10 bis 30 cm hoch wächst und anspruchs­los ist, was den Boden betrifft. Fertige Dach­begrünung-Samen­mischungen oder Wild­blumen­mischungen für Flach­dächer ersparen Ihnen die Qual der Wahl. Spezialisten auf dem Gebiet bieten auch sogenannte Begrünungs­pakete an, die bereits verschie­dene Pflanzen ent­halten, die sich für Dach­begrü­nungen optimal eignen. So er­halten Sie quasi Ihr Starter­paket für ein optisch über­zeugendes be­pflanztes Dach, das darüber hinaus einen wert­vollen Beitrag für die Umwelt leistet.


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