Fledermäuse: Fördern Sie bedrohte Arten in Ihrem Garten

Wenn jetzt im Sommer am Abend etwas Dunkles über Ihrem Kopf vorbeiflattert, handelt es sich vermutlich um eine Fledermaus. Besonders in der Abenddämmerung sind die nachtaktiven Tiere unterwegs, um nach Nahrung zu suchen. Dabei üben sie eine besondere Faszination auf den Menschen aus – nicht nur, weil viele Geschichten um sie ranken, sondern auch, weil sie so ganz anders zu sein scheinen als andere Säugetiere.

Faszinierende Tiere mit einigen Besonderheiten

Haben Sie gewusst, dass Fledermäuse bis zu 30 Jahre alt werden können? Ihr Gewicht variiert je nach Art zwischen etwa 3 und 40 Gramm. Die meisten heimischen Arten sind maximal 5 cm gross.

Sie haben gleich mehrere besondere Eigenschaften:

  • Sie fliegen mit ihren Händen.
  • Sie sehen sozusagen mit den Ohren: Die Fledermaus sendet Ultraschallwellen aus und analysiert die zurückkommenden Reflexionen mit ihrem Echoortungssystem.
  • Sie schlafen tagsüber und mit dem Kopf nach unten hängend.

Doch damit der skurrilen Eigenschaften nicht genug: Wenn das Fledermausmännchen paarungsbereit ist, weckt es das Weibchen aus ihrem Winterschlaf, und zwar mit einem Biss. Die Befruchtung kann dann allerdings warten, bis das Wetter besser ist.

Zu den grössten Feinden der Fledermaus gehören Katzen, Marder, Eulen und Greifvögel.


Als Nahrung dienen den Tieren Spinnen und Insekten (etwa Mücken). Von diesen fressen sie jede Nacht einige Tausend. Damit gehört die Fledermaus zu den Nützlingen. Sie sollten sich also glücklich schätzen, wenn sie sich in Ihrem Garten aufhält. Dazu könnte es jedoch immer seltener kommen, denn die Fledermaus ist vom Aussterben bedroht.


Schlafende Gruppe von Fledermäusen in einer Höhle

Fledermaus kleine Hufeisennase

Fliegende Fledermaus

Warum ist die Fledermaus bedroht?

Ein Grund dafür, dass viele Fledermausarten vom Aussterben bedroht sind, ist die Zerstörung ihrer Lebensräume. Immer mehr wilde Wiesen und Wälder müssen Wohnsiedlungen weichen. Häuser werden so gebaut oder renoviert, dass sie kaum noch Unterschlüpfe für die Fledermäuse bieten.

Auch die Entwicklungen in der Landwirtschaft sorgen dafür, dass Fledermäuse es immer schwerer haben: So entziehen etwa giftige Insektizide und andere chemische Pflanzenschutzmittel den Tieren ihre Nahrung, die Insekten.

Fledermäuse sind auf Ihre Unterstützung angewiesen

Unterstützen Sie doch die bedrohten Tiere und gestalten Sie einen fledermausfreundlichen Garten!

Der erste Schritt: Fördern Sie Spinnen und Insekten, die den Tieren als Nahrung dienen. Das gelingt Ihnen, indem Sie Ihren Garten naturnah halten, etwa durch einheimische Bienenweiden. Wildblumenmischungen, die Sie bei uns im Online-Shop finden, sind dafür bestens geeignet. Unsere Biogarten-Bücher geben Ihnen wertvolle Hinweise, wie Sie nachhaltig gärtnern können.

Wechseln Sie auch ab zwischen unterschiedlich hohen Sträuchern und achten Sie darauf, dass fast das ganze Jahr über Pflanzen blühen. Werfen Sie dafür gerne einen Blick in unseren Blütekalender.


Ausserdem wichtig: Verzichten Sie unbedingt auf Insektizide. Diese vernichten einerseits die Nahrungsquelle der Fledermaus, und andererseits nimmt diese die Chemikalien bei der Nahrungsaufnahme auf. Der bessere Weg: Bekämpfen Sie Schädlinge mit weiteren Nützlingen!


Wenn Sie zudem aktive Schutzmassnahmen ergreifen wollen, schaffen Sie Unterschlüpfe für die Fledermaus. Beenden Sie deren Wohnungsnot, indem Sie einen Fledermauskasten am Haus anbringen. Diesen können Sie ganz bequem bei uns ordern – neben Samenmischungen, umweltfreundlichen Pflanzenschutzmitteln und weiterem Zubehör, das Ihnen bei der Unterstützung der Fledermaus hilft.


Weiterführende Informationen zum Thema Fledermäuse finden Sie unter den folgenden Links:


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