Kuheuterpflanze (Solanum mammosum) - Bizarre Schönheit

Diese Besonderheit aus der Familie der Nachtschattengewächse sollte jeder, der sich für aussergewöhnliche Pflanzen interessiert, kennen und selbst einmal anpflanzen. Die Kuheuterpflanze hat ihren Namen nämlich nicht von ungefähr. Aufgrund ihrer bizarren Schönheit ist sie auch weltweit bekannt. So wird sie etwa in China im Rahmen des Chinese New Year als ungewöhnliches Deko-Element für die Festlichkeiten eingesetzt.

Kuheuterpflanzen: Was steckt dahinter?

Die Kuheuterpflanze (Solanum mammosum) ist beheimatet in nördlichen Teilen Südamerikas und in der Karibik. Sie wird etwa 150 cm hoch, ist mehrjährig und zählt zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Stiele des Halbstrauchs sind weichholzig, der Spross ist von grün-violetter Farbe und mit feinen Haaren und Stacheln besetzt. Schön anzusehen sind auch die Kronblätter, die ebenfalls violett gefärbt und mit Haaren versehen sind. Das wirklich Besondere an dieser Pflanze sind aber ihre extravaganten Früchte: Sie erinnern in ihrer Formgebung tatsächlich an Kuh-Euter.


Früchte der Kuheuterpflanze
Kuheuterpflanze
Ikebana-Kunst mit der Kuheuterpflanze

Das Besondere: die Früchte

Die Früchte von Solanum mammosum bilden sich aus, nachdem die violetten, kleinen Blüten geblüht sind. Die eigentlichen Früchte sind von einer kräftigen gelb-oangen Färbung und gleichen Bonsai-Kuh-Eutern. Sie erreichen einen Durchmesser von etwa 5.5 cm und sind der Blickfang dieses Nachtschattengewächses. Aufgrund dieser an Kuh-Euter erinnernden Früchte wird das Nachtschattengewächs auch als Nippelfrucht bezeichnet.

Kreative Ideen mit Solanum mammosum

Generell lässt sich diese aussergewöhnliche Pflanze hervorragend als dekorative Kübelpflanze halten. Sie stellt einen wahren Hingucker auf Terrasse und Balkon oder im Wintergarten dar. Die abgeschnittenen Zweige lassen sich aber auch zur Dekoration nutzen, etwa als besonderer Vasenschmuck – auf diese Weise sehen sie noch etwa vier Wochen nach dem Abschneiden frisch und dekorativ aus! Auch in Gestecken für besondere Anlässe lassen sich die ulkigen Früchte wunderbar nutzen.

Wer schon immer einmal Ikebana, die japanische Blumenarrangier-Kunst, ausprobieren wollte, kann Teile der Kuheuterpflanzen auch hierfür nutzen.

Für den Verzehr eignen diese sich hingegen nicht – die Pflanze enthält Solanin, ein Glykosid, welches giftig ist.

Eigene Kuheuterpflanzen züchten: So gelingt es Ihnen!

Von Februar bis April ist die ideale Zeit, Ihre eigenen Kuheuterpflanzen anzusäen. Das passende Kuheuterpflanze-Saatgut finden Sie in unserem Online-Shop für Sämereien.

Am besten lassen Sie die Kuheuterpflanzen-Samen zunächst für ein paar Stunden in warmem Wasser aufweichen. Anschliessend legen Sie sie auf durchlässige, feuchte Aussaaterde und drücken sie sanft an. Geben Sie etwas gesiebtes Substrat darüber.

Achten Sie darauf, dass das Substrat stets feucht (aber nie nass) bleibt. Bis zur Keimung gehören die Anzuchttöpfe in ein Zimmergewächshaus. Alternativ sorgen Sie mithilfe einer Folie auf den Töpfen für ein geeignetes Klima. Die idealen Keimbedingungen: ein heller Standort bei 18 bis 22 Grad Celsius. Beachten Sie dies, sollten sich die ersten Keimlinge nach spätestens zwei Wochen zeigen. Entdecken Sie die ersten Blattpaare, pikieren Sie die Pflänzchen in grössere Töpfe.

Pflege der Kuheuterpflanzen

Die Pflanzen können bei mindestens 14 Grad Celsius an einem hellen Standort überwintern. Nehmen Sie die Töpfe im Herbst ins Haus, damit die Früchte optimal reifen. Bei Zimmertemperatur, einem sonnigen Standort und in nährstoffreichem Substrat wachsen sie dann kräftig weiter. Giessen Sie die Pflanze nur mässig. So werden Sie lange Spass an dieser Besonderheit aus der Pflanzenwelt haben!


Früchte der Kuheuterpflanze an der Pflanze
Kuheuterpflanze
Aufgeschnittene Frucht derKuheuterpflanze

Für den Verzehr sind die kunstvollen Früchte jedoch nicht geeignet! Sie enthalten Solanin, ein Glykosid, welches giftig ist.


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