Kartoffelkäfer

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Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata), auch Erdäpfelkäfer genannt, sind weltweit verbreitet und zählen zur Familie der Blattkäfer. Anfang des 19. Jahrhunderts konnten sie sich in Colorado (USA) mit beginnendem Kartoffelanbau rasch vermehren. Seit 1932 sind die Käfer auch in der Schweiz heimisch.

Der ca. 10 mm lange Käfer von blassgelber Grundfarbe trägt 10 dunkle Längslinien. Brust und Kopfkapsel sind hellbraun mit dunklen Flecken. Die Larven haben einen roten Körper mit dunklen Punkten und dunkler Brust und Kopfkapsel.

Die Käfer überwintern im Boden. Sie erscheinen, je nach Witterung Ende April bis Mai. Die gelben Eier werden in Paketen auf die Blattunterseiten gelegt. Aus ihnen schlüpfen nach zehn bis zwölf Tagen die Larven, die noch gefräßiger sind als die Käfer. Bei stärkerem Befall werden die Kartoffelblätter regelrecht skelettiert.

Neben Kartoffeln können auch andere Nachtschattengewächse befallen werden, z.B. Auberginen und Paprika.

Schädlingsbekämpfung

Kartoffelbeete, die mit Kulturschutznetzen abgedeckt werden, sind gut vor einem Befall geschützt. Auf kleinen Flächen kann man die Käfer und Larven auch regelmäßig ablesen und die Eigelege zerdrücken. Bewährt hat sich auch eine Behandlung mit neemhaltigen Mitteln.
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