Komposthaufen selbst anlegen: Darauf sollten Sie achten

Mit einem korrekt aufgebauten Komposthaufen wird aus Gartenabfällen wertvolle Komposterde. Dafür verantwortlich sind Umsetzungsprozesse, an denen Mikroorganismen, Pilze, kleinere Tiere und Regenwürmer beteiligt sind. Auf diese Weise entstehen nach und nach neue Nährstoffe, welche Ihren Garten wieder nähren. Wichtig für diese Prozesse sind neben den beteiligten Helfern drei Faktoren: eine gute Belüftung, Feuchtigkeit und Wärme.

Damit alle Voraussetzungen dafür gegeben sind, müssen Sie einige Dinge beachten, wenn Sie einen Komposthaufen in Ihrem eigenen Garten aufbauen möchten.

So gelingt Ihnen die richtige Kompost-Schichtung

Die optimale Breite Ihres Kompost­haufens liegt zwischen 1.5 und 2.0 Metern. Die Länge wählen Sie selbst aus, die maximale Höhe sollte bei etwa 1.5 Meter liegen.

  • Schichten Sie für eine gute Sauerstoffzufuhr alle Lagen locker übereinander.
  • Die unterste Schicht (Drainage) besteht aus Hecken- und Baumschnitt, Zweigen und Stängeln. Sie ist für die Sauerstoffzufuhr und den Wasserabzug wichtig.
  • Die zweite Schicht bauen Sie 20­cm hoch aus geeigneten Abfällen auf.
  • Anschliessend folgt etwas tierischer Dünger (Knochenmehl, Horn oder ähnliches), der den Mikroorganismen und Bodentieren als Nahrungsquelle dient.
  • Geben Sie darüber eine kleine Menge Kalk (am besten Algenkalk oder kohlensaurer Kalk).
  • Darauf folgt eine (dünnere) Schicht Kompostmaterial aus dem vorherigen Jahr oder alternativ etwas Erde, Ton- oder Steinmehl.
  • Die nächste Schicht besteht wieder aus Abfällen (mit der Baumschere zerkleinert, etwa 20­cm hoch)
  • Wenn Sie ausreichend Materialien haben, können Sie diese Schichtung nochmals wiederholen.
  • Als obere Abdeckung eignet sich Stroh oder Laub, da diese luftdurchlässig sind. Alternativ bedecken Sie alles mit Grasschnitt, Erde, Säcken oder Schilf.

Selber Kompost anlegen
Kompost wenden
Frische Erde vom eigenen Kompost

Mit dem Anlegen eines eigenen Kompostes verwerten Sie Ihre Küchen- und Gartenabfälle und produzieren gleichzeitig neue, fruchtbare Erde für Ihren Garten.

Regelmässige Arbeiten an Ihrem Kompost

Damit die Umbauprozesse an den Kompostmaterialien korrekt ablaufen und die Mikroorganismen fleissig arbeiten, ist ein regelmässiges Umschichten unabdingbar. Dabei mischen Sie mit einem Laubrechen alle Zutaten gründlich durch. So verhindern Sie auch, dass es zu schädlichen Fäulnisprozessen kommt. Das Volumen des Komposts verringert sich durch das regelmässige Umsetzen ebenfalls.

Der beste Zeitpunkt für das erste Umschichten ist der Frühlingsanfang. Warten Sie in jedem Fall ab, bis der Kompost aufgetaut ist.

In trockenen Zeiten kann es zudem nötig sein, das Material mit der Giesskanne etwas zu bewässern.

Die Werkzeuge, die Sie für die Arbeiten benötigen, können Sie ganz bequem in unserem Online-Shop bestellen. Sollten sie für Ihren Kompost einen Kompostsilo oder einen Etagenkomposter nutzen, müssen Sie Kompostwürmer hinzufügen, um die Umbauprozesse zu unterstützen. Diese finden Sie ebenfalls in unserem Shop.

Wertvoller Kompost für Ihre nächste Anzucht

Die Arbeiten, die mit der Kompost-Herstellung verbunden sind, lohnen sich in jedem Fall: Sie können die hochwertige Erde, die dabei entsteht, für die Anzucht Ihrer Gemüsepflanzen und Co. nutzen. So werden diese mit wertvollen Nährstoffen aus eigener Herstellung versorgt und können prächtig wachsen und gedeihen.


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