Kirschessigfliege

ameiseSchaden Kirschessigfliege
Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) kommt ursprünglich aus Südostasien. Da sie jedoch relativ anpassungsfähig ist, was ihre Wirtspflanzen beträgt, hat sie sich seit einigen Jahren auch bei uns schnell ausgebreitet. Im Wein- und Obstanbau ist sie daher ein gefürchteter Schädling.

Kirschessigfliegen sind an ihren roten Augen, dem braun-gelben Körper und ihrer Größe von 2 bis 3 mm zu erkennen. Sie überwintern geschützt in Hecken oder Waldpflanzen. Ihre Larven werden etwa 3 mm lang und sehen wie gewöhnliche Fliegenmaden aus.

Die adulten Fliegen werden aktiv, wenn die Temperaturen auf 5 bis 10 Grad Celsius klettern. Ihre Eier legen sie jedoch erst ab, sobald die Früchte ihrer Wirtspflanzen heranreifen. Eine schnelle Ausbreitung der Kirschessigfliegen findet statt, wenn die Witterung warm und feucht ist, also bevorzugt im Sommer.

Zunächst schädigen die Fliegen die Früchte, indem sie die Schalen anritzen, um ihre Eier darin abzulegen. Durch diese Löcher sind auch sekundäre Infektionen mit Erregern möglich. Zudem entwickeln sich die Larven in den Früchten und fressen das Fruchtfleisch. Die Früchte sind weich bis matschig und ungenießbar. Es kommt zu Ernteeinbußen.

Besonders betroffen sind Obstsorten mit weicher Schale, rote Weintrauben mit dünnen Häuten, Kirschen, Beeren und wildwachsende Pflanzen, die Beeren tragen

Birnen und Äpfel mit beschädigter Schale werden ebenfalls befallen.

Schutz vor und Maßnahmen gegen Kirschessigfliegen

Wer im Garten gefährdetes Obst hat, sollte dieses so früh wie möglich und vollständig ernten. Sobald die Früchte heranreifen (am Farbumschlag erkennbar) werden diese vor dem Zuflug geschützt. Das gelingt am besten mit Kulturnetzen und Kirschessigfliegen-Fallen. Auch natürliche Fressfeinde wie Florfliegenlarven oder Ohrwürmer können helfen, den Befall einzudämmen.

Möchten Sie den Kirschessigfliegen den Kampf ansagen? Dann verhindern Sie deren Zuflug und fangen sie diese mithilfe von Fallen.
Sie haben 5 von 5 angesehen

Nach oben