Langer Pfeffer: Pfefferpflanze mit Geschichte

LANGER PFEFFER: PFEFFERPFLANZE MIT GESCHICHTE 

Pfefferpflanzen sind in sämtlichen tropischen Regionen vertreten. Hierzulande werden sie auch gerne als Zimmerpflanzen gehalten – kein Wunder bei ihren schönen Blättern. Und vielseitig sind sie obendrein: Über 1000 verschiedene Arten zählen zur Gattung Pfeffer. Eine davon ist der Lange Pfeffer, der auch als Piper Longum, Stangenpfeffer oder Pippali bezeichnet wird.

Langer Pfeffer: bereits von Alexander dem Grossen geschätzt 

Der zu den Pfeffergewächsen (Piperaceae) zählende Lange Pfeffer wächst in allen Regionen Indiens. Das Besondere: Er ist die allererste Pfefferart, die über das Mittelmeer nach Europa eingeführt wurde. Und niemand geringeres als Alexander der Grosse brachte den Langen Pfeffer aus Indien mit. Später wurde er auch von den Römern und Griechen importiert, die ihn nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel nutzten.

Im 17. Jahrhundert war diese Pfefferpflanze weitverbreitet, doch danach verdrängte der echte Pfeffer ihn weitgehend.

Aussehen und Aroma von Pippali 

Der Lange Pfeffer ist eine kletternde Pflanze mit Sprossknoten, aus denen die Wurzeln herauswachsen. Die Blätter der Pflanze werden zwischen vier und neun Zentimeter lang. Die schmalen Ähren sind von Schuppen bedeckt, die an Weidekätzchen erinnern. Vom Schärfegrad her ist Pippali dem Schwarzen Pfeffer ähnlich. Der Lange Pfeffer weist aber zusätzlich eine leichte Süsse und Säure sowie weitere spannende Geschmacksnoten auf, die ihn besonders interessant machen.

Langer Pfefferstrauch
Langer Pfeffergewürze
Langer Pfeffer mahlen

Verwendung von langem Pfeffer 

Langer Pfeffer enthält ätherisches Öl. Er wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin bei verschiedenen Erkrankungen und Symptomen eingesetzt, etwa bei Magenschmerzen, Durchfall und Erbrechen, bei Migräne oder äusserlich bei Zahnschmerzen. Aber auch als Gewürz in verschiedenen Gerichten – etwa in Curry oder indischen Eintöpfen – eignet sich diese leicht süss-säuerliche Pfeffersorte hervorragend!

So gelingt Ihnen die eigene Anzucht 

Sie wollen Ihren eigenen Langen Pfeffer ziehen? Dann haben wir eine gute Nachricht: Wir führen neuerdings auch Piper Longum in unserem Saatgut-Shop.

Für die Kultivierung dieser besonderen Pfeffersorte sollten Sie einen hellen, warmen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit wählen. Humusreiche Böden mögen Pfefferpflanzen besonders gerne.

Verwenden Sie für die Aussaat Quelltabletten die Sie in einen Topf aus Kunststoff stellen. Normales Aussaatsubstrat eignet sich alternativ auch.

Verteilen Sie die Pippali-Samen auf und bedecken Sie diese mit einer dünnen Schicht Erde. Stellen Sie den Topf anschliessend in einen Druckverschlussbeutel, der etwas Wasser mit Dünger vermischt enthält. Verschliessen Sie den Beutel bis zur Keimung der Pfefferpflanzen.

Pflege der erwachsenen Pfefferpflanzen 

Giessen Sie den Langen Pfeffer mässig. Achten Sie stets darauf, dass die Luftfeuchtigkeit am Standort relativ hoch ist. Bei einer zu geringen Luftfeuchtigkeit ist es empfehlenswert, die Pflanze regelmässig mit Wasser zu besprühen. Die Düngung erfolgt über das ganze Jahr etwa alle zwei Wochen.

Piper-Pflanzen neigen zu einem buschigen Wachstum. Dieses können Sie etwas eindämmen, indem Sie die Triebe regelmässig entspitzen. Die Pflanze verträgt aber auch einen kräftigen Rückschnitt.

Für die Ernte schneiden Sie die reifen Früchte der Pfefferpflanze mit einer Schere in Stücke zu je etwa 0.5 cm. Diese können Sie ganz einfach in der Gewürzmühle oder im Mörser fein mahlen und für vielseitige, interessante Gerichte verwenden.

Weitere Informationen über den Pfeffer finden Sie auch auf bei pflanzen-lexikon.com sowie unter biologie-seite.de.


Gartenblog