Winterportulak anbauen, ernten und essen

Portulak wurde bereits von Hildegard von Bingen erwähnt und geschätzt: nicht zuletzt aufgrund seiner vielen gesunden Nährstoffe. Zudem ist das Wildgemüse aufgrund seines starken Wuchses ergiebig, anspruchslos in der Pflege und nicht zuletzt auch vielseitig in der Küche einsetzbar.

Pflegeleichtes Wildgemüse und Gewürzkraut

Portulaca oleracea ist ein einjähriges Wildgemüse und Gewürzkraut, das aus Afrika und Kleinasien stammt. Der Sommer-Portulak oder Gemüse-Portulak hat rötliche Stängel mit fleischig-eiförmigen Blättern und kleinen gelblichen bis weisse Blüten, die von Mai bis Oktober blühen.

Eine besondere Variante ist der frostfeste Winterportulak (Claytonia perfoliata), der auch als Winterpostelein oder Tellerkraut bezeichnet wird. Da er winterhart ist, eignet er sich prima als Überwinterungskultur. Zudem gehört er zu den wenigen Salaten, die Sie jetzt zur kalten Jahreszeit noch anpflanzen können! Die winterfeste Variante gehört übrigens – anders wie die sommerliche – zu den Quellkrautgewächsen und kommt aus Nordamerika. Man findet sie vor allem zwischen Mexiko und Südkanada.


Portulak
Nasser Portulak
Portulak mit Brot

Gesund und vielseitig einsetzbar

Die winterfeste Variante des Portulaks punktet mit seinem leicht nussig-säuerlichen, salzigen, frischen Aroma. Damit macht sie sich hervorragend als Salat. Sie können das Wildgemüse aber auch wie Spinat dünsten und zu köstlichen Gemüsegerichten verarbeiten. Ausserdem macht es sich sehr gut in Kräuterbutter und in Quark.

Nicht nur aufgrund seines tollen Geschmacks ist der Winterportulak eine Bereicherung für Ihre Küche: Er glänzt auch mit vielen Nährstoffen, etwa Vitamin C, Magnesium, Calcium, Eisen und Omega-3-Fettsäuren.

Als frisches Wildgemüse hält er sich im Kühlschrank bis zu einer Woche, wenn Sie ihn mit Plastikfolie abdecken.

Aussaat und Ernte des Winterportulaks

Wer jetzt noch Salat anpflanzen möchte, ist mit Winterpostelein bestens beraten! Dieser kann zwischen Mitte September und Ende Februar in Reihen, Breitsaat oder Tuffs ausgesät werden. Suchen Sie hierfür einen halbschattigen Platz mit feuchtem Boden aus.

Sie haben die Wahl zwischen Vorzucht und Direktsaat im Freiland, in Balkonkästen oder auch im kühlen Gewächshaus. Säen Sie die Samen ungefähr 0,5 cm tief in den Boden.

Beachten Sie dabei, dass die ideale Temperatur für die Keimung unter 12 °C liegen sollte. Im späteren Verlauf kommt das Wildgemüse problemlos mit Temperaturen zwischen 4 und 8 °C zurecht. Lediglich bei tiefen Minusgraden ist ein Winterschutz nötig.

Die erste Ernte findet nach etwa acht Wochen statt. Insgesamt dürfen Sie Winterpostelein zwischen November und April bis zu sechsmal ernten. Damit die Ernte stets reichlich ausfällt, lassen Sie immer einige nachwachsende Blätter stehen. Dann ist dieses Wildgemüse in der Regel sehr ergiebig und hat einen starken Wuchs.



Rezept-Idee: Winterportulak-Salat

Portulak-Gurken-Erbsen-Salat

Bereiten Sie einen köstlichen Salat zu, und zwar aus

  • 300 g Portulak
  • 150 g Ziegenfrischkäse und
  • 3 EL Sesam

Rühren Sie anschliessend ein Dressing an aus

  • 3 EL Apfelessig oder Traubenessig
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Honig
  • Salz, Pfeffer und Knoblauch


Geben Sie das Dressing unter den Salat und geniessen Sie Ihr schmackhaftes und nährstoffreiches Wintergericht! Wer mag kann das Ganze auch noch mit Gruken und Erbsen ergänzen.

Sie möchten Ihren eigenen Winterportulak anpflanzen?

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Weiterführende Informationen zum Thema Winterportulak finden Sie unter:


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