Igel

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Der stachelige Geselle mit den treuherzigen Augen gehört zu den ältesten, noch lebenden Säugetierarten. Der bei uns heimische Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) ist die einzige in der Schweiz natürlich vorkommende Igelart und zählt, zusammen mit den Maulwürfen und Spitzmäusen, zur Ordnung der Insektenfresser.

Dies sagt schon aus, dass primär Insekten auf dem Speiseplan des Stacheltieres stehen. Aber auch Regenwürmer und Tausendfüsser munden dem Igel, Schnecken hingegen machen nur etwa einen Zehntel der Igelnahrung aus.

Der Einzelgänger richtet sich in seinem Tagesablauf nach dem Futter. Da vor allem nachtaktive Tiere gerne verspeist werden, verschläft das schlaue Tier den Tag und geht in der Nacht auf Jagd. Da der Igel nur tierische Kost verspeist, hält er so die Schädlinge in unseren Gärten in Schach.

Um den Nahrungsmangel in der kalten Jahreszeit zu überbrücken, zieht sich der Igel im November für seinen Winterschlaf zurück, welcher je nach Wetterbedingungen bis in den April dauern kann. Alle Körperfunktionen werden auf das mit dem Leben gerade noch zu vereinbarende Mindestmass reduziert, so kann die kalte Jahreszeit energieeffizient überstanden werden.

Igel sind bei uns in der Schweiz zurzeit noch nicht akut gefährdet. Trotzdem haben die putzigen Tiere bei uns zu kämpfen: Siedlungen und Strassen schränken ihren Lebensraum ein, in unsere Gärten fehlt es an Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrung. Schneckenkörner und andere Gifte werden von den Igeln verspeist und ihnen deshalb zum Verhängnis.

Wir alle können mithelfen, dass die kleinen Stacheltiere langfristig bei uns überleben: Durch naturnahe Gärten, biologischen Pflanzenschutz sowie Igelhäuser und spezielle Igelnahrung können wir die Lebensbedingungen für die sympathischen Stacheltiere in unserem Garten merklich verbessern.   
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