Pflanzenschädlinge im Winter bekämpfen

Die warme, trockene Heizungsluft im Winter schwächt nicht nur das menschliche Abwehrsystem, sondern auch die Zimmerpflanzen im Haus. Damit es nicht erst zu einem hartnäckigen Befall mit Schädlingen kommt, sollten Sie Ihre Pflanzen jetzt regelmässig kontrollieren – und bei den ersten Anzeichen handeln. Wie, verraten wir Ihnen hier.

Typische Pflanzenschädlinge im Winter – und wie Sie sie erkennen

Wenn Sie Balkon- und Kübelpflanzen zum Überwintern hereingeholt haben, sollten Sie diese besonders gründlich auf Schädlinge inspizieren. Häufig werden diese nämlich von Blattläusen befallen. Sie erkennen sie mit blossem Auge als braune, grüne oder schwarze Krabbeltiere, die es sich auf den Blättern und jungen Trieben gemütlich machen. Dort saugen sie den Pflanzensaft und hinterlassen einen klebrigen Belag.

Eine helle Sprenkelung auf den Blättern von Orchidee, Gummibaum oder Alpenveilchen kann hingegen auf Thripse hinweisen. Diese bevorzugen ebenfalls die warme, trockene Raumluft in der Winterzeit.

Sie haben rötliche oder braune Höcker auf Ihren Zimmerpflanzen entdeckt? Wenn diese gemeinsam mit einem klebrigen Belag auftauchen, könnte es sich um Schildläuse handeln. Diese mögen Pflanzen mit dicken Blättern, etwa Yucca-Palmen, Gummibäume und Orchideen, und hinterlassen auf diesen ihren sogenannten Honigtau.

Warme und trockene Luft mögen aber auch Spinnmilben. Diese erkennen Sie an weiss-gelblich oder silbern gesprenkelten Blättern, insbesondere an Palmen, Efeu, Azaleen, Gummibäumen und Grünlilien.


Pflanzenschädlinge im Winter bekämpfen

Da all diese Tierchen Ihre Pflanzen massiv schädigen können, gilt es, sie schnellstmöglich wieder loszuwerden.

Blattläuse können Sie im Anfangsstadium noch von Hand entfernen oder über der Badewanne mit einem Föhn gründlich abblasen. Bei einem intensiveren Befall empfiehlt es sich, den Topf inklusive Stamm in Folie einzuwickeln und den Rest der Pflanze in Wasser zu tunken.

Spinnmilben lassen sich oft mit einem Wasserstrahl vertreiben. Alternativ packen Sie die ganze Pflanze für mindestens zehn Tage in eine durchsichtige Plastiktüte.

Thripse entfernen Sie mit einer warmen Dusche von den Pflanzenteilen. Diesen Vorgang sollten sie wöchentlich wiederholen, bis die Pflanze wieder schädlingsfrei ist.

Einem Schildlaus-Befall begegnen Sie auf sanfte Weise mit einem feuchten Lappen oder einem alkoholgetränkten Wattestäbchen.

Wenn diese Erste-Hilfe-Massnahmen nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, haben Sie noch die Möglichkeit, auf Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen. Am besten und komfortabelsten sind Präparate, die sich auf die befallenen Teile der Pflanze aufsprühen lassen – diese finden sie auch in unserem Online-Shop für Sämereien. Bewährt haben sich vor allem Produkte auf Rapsöl- oder Mineralölbasis, um den Schädlingen auf Zimmerpflanzen zuleibe zu rücken.

Schädlinge effektiv vorbeugen

Die beste Massnahme gegen Pflanzenschädlinge im Winter ist es natürlich, diesen rechtzeitig vorzubeugen, sodass es gar nicht erst zu einem starken Befall kommt.

Besonders wichtig hierfür ist ein gesundes Raumklima. Ist die Luft in Ihrer Wohnung sehr warm und trocken, lüften Sie mehrmals täglich und stellen Sie Luftbefeuchter auf. Stärken Sie auch Ihre Pflanzen, etwa mit regelmässigem Düngen. Die passenden Produkte zum Düngen Ihrer Zimmerpflanzen finden Sie auch in unserem Shop.

Eine weitere Methode, einige Schädlinge fernzuhalten, ist es, Knoblauchstücke tief in die Blumenerde zu stecken. Manche Tierchen fühlen sich von dem Geruch so abgeschreckt, dass sie es sich gar nicht erst auf der Pflanze bequem machen.

Weiterführende Informationen zum Thema Pflanzenschädlinge finden Sie unter dem folgenden Link:


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