Essbare Wildpflanzen 11.06.2018 16:09

Essbare Wildpflanzen: der Schatz aus der Natur

Wer jetzt einen Spaziergang durch die Natur macht, wird dort viele essbare Pflanzen finden. Häufig werden diese Köstlichkeiten jedoch gar nicht wahrgenommen – zu Unrecht. Lesen Sie hier, was alles in ihnen steckt, wo Sie die schmackhaften Pflanzen finden und wie Sie diese zubereiten.

Wahre Geschmackswunder

Wilde Pflanzen sind häufig nicht nur essbar, sondern auch köstlich. Brennnessel, Hagebutte oder Mädekraut beispielsweise haben einen ganz eigenen Geschmack, der sich wunderbar für viele leckere Gerichte nutzen lässt. Ein weiterer Vorteil: Sie lassen sich für die regionale, saisonale Küche hervorragend nutzen – und sind damit besonders gut für die Umwelt und unsere Gesundheit.

Bereits unsere Vorfahren vor etwa 15 Millionen Jahren ernährten sich vorwiegend von wildwachsenden Pflanzen und konnten so ihren Nährstoffbedarf per Selbstversorgung gut decken.

So finden Sie die nahrhaften Pflanzen

Profitieren Sie doch auch mal von wildwachsenden, essbaren Pflanzen. Sie müssen diese nicht selbst anbauen und pflegen. In der Natur können Sie sofort mit der Ernte beginnen.

Der beste Zeitpunkt dafür ist dann, wenn eine wilde Pflanze zarte Blätter aufweist. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie besonders proteinreich ist und wenige Fasern hat. Ein Erntekalender hilft Ihnen dabei, Pflanzen auszuwählen, die Sie jetzt sammeln können.

Nehmen Sie auch ein Bestimmungsbuch mit, um die Pflanzen zu identifizieren. Das Buch Unsere Essbaren Wildpflanzen versorgt Sie mit vielen spannenden und nützlichen Informationen zu diesem Thema.

Haben Sie die essbare Pflanze Ihrer Wahl gefunden, entfernen Sie diese mit einer Schere, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Nehmen Sie auch Handschuhe mit – für Pflanzen, welche die Haut reizen oder stechen. Eine Papiertüte eignet sich zum geschützten Transportieren.

Beachten Sie: In Naturschutzgebieten dürfen Sie keine wilden Pflanzen ernten.

Einsatz in Nahrung und Medizin

Viele Heilpraktiker empfehlen, regelmässig wilde Pflanzen zu verzehren. Kein Wunder, denn sie enthalten viele wertvolle Mineralstoffe, Vitamine und Proteine. Oft sind auch Omega-3 Fettsäuren und antioxidative Komponenten wie Polyphenole enthalten. Meist weisen sie zudem mehr Nährstoffe auf als kultivierte Zuchtpflanzen.

Nesselpflanzen sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gesund wilde Pflanzen sind: Die Brennnessel weist Kalzium, Eisen, Kalium und Vitamin C auf. Sie wird eingesetzt, um die Blutbildung zu unterstützen, Entzündungen zu lindern und Müdigkeit zu verringern.

Diese Wildpflanzen sollten Sie probieren

Im Frühling, vor allem im April, haben Sie die Möglichkeit, Löwenzahn und Schafgarbe zu ernten. Diese verarbeiten Sie zu Aufstrichen oder peppen Salate damit auf. Die zarten Blätter machen sich auch gut in Smoothies.

Im Sommer blüht das Johanniskraut, aus dem sich ein Öl gegen Verbrennungen zubereiten lässt. Ausserdem können Sie Hagebutten sammeln und daraus Gelee, Rosenöl oder einen Badezusatz machen. Die Liste liesse sich endlos fortführen. Machen Sie sich selbst ein Bild davon und entdecken Sie die grosse Auswahl an köstlichen und gesunden Pflanzen, die unsere Natur zu bieten hat.


Brennnessel

Brennnessel

Hagebutte

Hagebutte

Löwenzahn

Löwenzahn


Rezept: wildes Bärlauch-Haselnuss-Pesto

Für dieses naturbelassene Pesto benötigen Sie nur wenige Zutaten. Die beiden Hauptkomponenten sammeln Sie selbst in der Natur oder im eigenen Garten.

Waschen und hacken Sie 250 g Bärlauch. Anschliessend rösten Sie 30 g Haselnüsse in einer Pfanne kurz an und hacken diese anschliessend ebenfalls. Dann etwas Parmesan mit einer Käsereibe raspeln. Alles im Mixer zerkleinern und vorsichtig etwa 250 ml Olivenöl dazugeben, bis ein cremiges Pesto entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sind Sie auf den Geschmack gekommen? In unserem Sämereien-Shop finden Sie eine grosse Auswahl an Kräutern, Gewürzen und Heilpflanzen, die Sie für die Selbstversorgung und für die gesunde, abwechslungsreiche Küche verwenden können.

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