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Kartoffeln Knollen

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Kartoffeln gehören in der Schweiz mit einem Pro-Kopf Verbrauch von rund 45 kg zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel. Sie werden in der Küche vielfältig, z.B. als Salzkartoffel, Kartoffelstock, Knödel oder Rösti verwendet, haben aber auch als Stärkelieferant Bedeutung in der Lebensmittel­industrie und sogar bei der Herstellung von Kunststoffen. Kartoffeln lassen sich auch gut im Garten und sogar auf dem Balkon anbauen. Mehr Informationen über den Kartoffelanbau finden Sie hier.

Kartoffel 'Appell'
Festkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Die schwedische Sorte ist eine noch recht neue Züchtung, die...
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Kartoffel 'Augusta'
Mehligkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Ursprünglich eine Züchtung von V. S. Ebstorf/D. Von...
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Kartoffel 'Bona'
Festkochend, 400 g
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Kartoffel 'Bona'
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Lieferbar ab Anfang März bis April Diese deutsche Züchtung ist seit 1944 im Handel und wurde...
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Kartoffel 'Deodora'
Fest- und Mehligkochend, 400 g
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Kartoffel 'Deodora'
Fest- und Mehligkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Diese alte deutsche Sorte wurde erstmals 1913 auf den Markt...
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Kartoffel 'Frühe Prättigauer'
Festkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Die hellbraune, mausförmige Kartoffel besitzt flache, gut...
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Kartoffel 'Maritta'
Festkochend, 400 g
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Kartoffel 'Maritta'
Festkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Diese deutsche Sorte kam 1947 in den Handel und wurde in der...
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Kartoffel 'Röseler'
Festkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Die Sorte hat ihren Ursprung in Schwanden im Kanton Glarus, wobei...
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Kartoffel 'Voran'
Mehligkochend, 400 g
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Mehligkochend, 400 g
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Lieferbar ab Anfang März bis April Eine in Deutschland gezüchtete Sorte, die 1931 erstmals...
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Herkunft und Botanik der Kartoffel

Wie viele andere Gartenpflanzen stammt die Kartoffel ursprünglich aus Südamerika. Durch eine Erbgutanalyse konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Institus für Biologie in Tübingen klären, dass unsere heutigen Kartoffelsorten auf zwei verschiedene Ursprünge in den Hochlagen der äquatorialen Anden und in Chile zurückzuführen sind. Die früher in Südamerika angebauten Kartoffeln waren mit grosser Wahrscheinlichkeit deutlich kleiner als unsere heutigen Sorten. Und auch der z.T. bittere Geschmack verschwand im Laufe der Zeit durch intensive Züchtungsarbeit.

Die Kulturgeschichte der Kartoffel ist gut 6000 Jahre alt. Nach Europa gelangte die Pflanze im 16. Jahrhundert. Über lange Zeit wurde sie aber nur als botanische Rarität oder als Zierpflanze angebaut. Erst die witterungsbedingte Hungerkrise 1770-1771 führte neben anderen Faktoren dazu, dass die wenig beliebte Knolle eine Chance gegenüber dem bis dahin bevorzugten Getreide bekam. Im Jahr 1939 erreichte die Kartoffelanbaufläche in der Schweiz 89.000 Hektaren. Heute sind es nur noch 11.000 Hektaren, die ca. 80% des einheimischen Bedarf decken.

Kartoffeln gehören, wie Tomate, Paprika und Aubergine zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Die Pflanzen werden bei uns vegetativ über Knollen vermehrt, nur in der Pflanzenzüchtung spielt die generative Vermehrung über Samen eine Rolle.

Sorten

Weltweit gibt es nach Angaben der deutschen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung rund 5.000 Kartoffelsorten. Die Schweizer Sortenliste für Kartoffeln aus dem Jahr 2025 nennt 76 geprüfte Sorten. Sie kann auf der Seite der Schweizerischen Kartoffelproduzenten als pdf-Datei heruntergeladen werden. Wer sich für alte Sorten interessiert, dem bietet der Sortenfinder von Pro Specie Rara Informationen zu über 58 Sorten.

Für den Anbau im Garten kommen in erster Linie Speisekartoffeln in Frage. Es gibt sie mit unterschiedlichen Kocheigenschaften. Mehlig kochende Sorten eignen sich zur Herstellung von Kartoffelstock, Kartoffelknödel, Gratin oder Gnocci. Festkochende Sorten nutzt man für Geschwellti und Salzkartoffeln.

Natürlich gibt es auch noch Zwischentypen, die meist als vorwiegend festkochend bezeichnet werden.

Festkochende Sorten:
'Agata', 'Annabelle', 'Charlotte', 'Ditta', 'Erika', 'Vitabella'

Mehlig kochende Sorten:
'Acoustic', 'Agria', 'Bintje', 'Concordia', 'Desiree'

Neben den Kocheigenschaften unterscheiden sich die Kartoffeln auch in der Fleischfarbe. Es gibt sie in hellgelb, gelb rot und violett. Rotschalige Sorten, wie 'Desiree' oder die bekannte 'Laura' verfügen über gelbes Fleisch. Wer Sorten mit violettem oder pinkfarbenem Knollenfleisch probieren möchte, kann unter folgenden Sorten wählen:

'Blaue Anneliese', 'Blaue St. Galler', 'Heiderot', 'Mulberry Beauty'

Neben diesen farblich interessanten Kartoffeln gibt es auch unter den so genannten alten Sorten Besonderheiten. So soll 'La Ratte', auch Müsli genannt, ein fein nussiges Aroma haben. Ähnlich wird 'Corne de Gatte' beschrieben. Die Knollen dieser Sorte wachsen verzweigt und lassen sich daher nur schlecht schälen. Gleiches gilt für die blauschalige 'Patate Verrayes'.

Kulturansprüche

Kartoffeln sind frostempfindlich und daher bei zu früher Pflanzung durch Spätfröste im Frühjahr gefährdet. Aus diesem Grund wird i.d.R. nicht vor Ende April gepflanzt. Da Kartoffeln, je nach Sorte, eine relativ kurze Kulturzeit von drei bis max. fünf Monaten haben, spielen Fröste im Herbst keine Rolle. Allerdings sollte die Ernte der Knollen vor Beginn der ersten Nachtfröste abgeschlossen sein.

Kartoffeln wachsen auf fast allen Gartenböden und lassen sich sogar in grossen Pflanzkübeln, Hochbeeten oder einem Pflanzsack auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen. Wichtig ist eine gute Nährstoffversorgung.

Pflanzung

Der Boden wird vor dem Pflanzen gut gelockert und ausreichend mit Kompost oder einem organischen Dünger versorgt. Die Pflanzung der Knollen erfolgt im Abstand von 30 bis 35 cm in der Reihe, gelegt wird in 5 bis 10 cm Tiefe. Der Reihenabstand beträgt 60 bis max. 80 cm. Nach dem Legen werden die Kartoffelreihen leicht mit Erde angehäufelt. Sobald die ersten Triebe durch die Erde schauen, wird erneut gehäufelt, so dass die typischen Dämme entstehen, in denen sich die Knollen gut entwickeln können.

Wer die Möglichkeit hat, kann die Pflanzkartoffeln schon ab Ende Februar vorkeimen, und mit dieser Methode die Kulturzeit etwas verkürzen. Die Knollen werden dazu einlagig in eine flache Kiste oder Schale gelegt und an einem möglichst hellen und kühlen (12°C bis 15°C) Ort aufgestellt. Unter diesen Bedingungen bilden die Kartoffeln, anders als im dunklen Keller, kurze grüne, bei manchen Sorten auch violette Keime. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass die Keime nicht abbrechen.

Pflege

Wenn die jungen Triebe nach dem Legen durch die Oberfläche des Damms stossen, kann man sie mit einem Vlies vor leichten Nachtfrösten schützen, mit denen bis Mitte Mai zu rechnen ist. Anfangs sollte keimendes Unkraut durch Jäten oder mehrfaches Häufeln beseitigt werden. Im Laufe des Wachstums brauchen Kartoffeln ausreichend Wasser, so dass bei Trockenheit ggf. gewässert werden muss.

Ernte

Geerntet wird frühestens, wenn das Kartoffelkraut zu welken beginnt. Die Knollen sind dann schon gut entwickelt. Will man die Kartoffeln über längere Zeit lagern, wartet man besser bis zum vollständigen Eintrocknen des Krautes.

Am besten lassen sich die Knollen mit einer Grabegabel vorsichtig aus der Erde heben. Liegen die Knollen länger im Boden, fördert das die Schalenfestigkeit, kann aber bei feuchtem Wetter auch zu Fäulen führen.

Lagerung

Bei grösseren Erntemengen ist es i.d.R. kein Problem die Kartoffeln über längere Zeit zu lagern. Wichtig ist, dass nur gut abgetrocknete und unbeschädigte Kartoffeln in die Kisten oder Säcke kommen. Ausserdem ist darauf zu achten, dass die Knollen vor Licht geschützt werden, damit sie nicht grün werden. Eine Ausführliche Anleitung zur Lagerung bietet das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (Deutschland).

Massnahmen gegen Krankheiten und Schädlinge

Die wichtigste Krankheit der Kartoffel ist die Kraut- und Knollenfäule. Leider gibt es keine ausreichend resistenten Sorten, so dass in niederschlagsreichen Jahren regelmässig mit Befall durch diesen Erreger zu rechnen ist. Unter feuchten Witterungsbedingungen treten auch verschiedene pilzliche Blattkrankheiten und mehrere Fäuleerreger der Knolle auf.

Der wichtigste Schädling ist der Kartoffelkäfer. Er tritt regelmässig auf. Wenn man den gefrässigen Schädling rechtzeitig bemerkt, kann man Käfer und Larven absammeln und die gelben Eier zwischen den Fingern zerquetschen.