Blattläuse: Schädlinge im Garten natürlich bekämpfen

Blattläuse gehören zu den Pflanzenschädlingen, die in unseren Gärten am häufigsten vorkommen. Gerade jetzt im Juli kommt es zu einer wahren Massenvermehrung der Pflanzenläuse, zu denen etwa 650 verschiedene heimische Arten gehören. Damit Sie früh und effektiv gegen die Schädlinge vorgehen können, verraten wir Ihnen alles Wichtige rund um dieses Thema.

Vermehrung und Lebensweise

Zu den weitverbreiteten Blattläusen gehören unter anderem die Grosse Rosenblattlaus, die Schwarze Bohnenlaus, die es sich bevorzugt auf Bohnen oder Kartoffeln gemütlich macht, und die Pfirsichblattlaus.

Die kleinen Läuse werden nur ein paar Millimeter gross und haben eine rotbräunliche, grüne oder schwarzbraune Färbung. Den Winter verbringen die Schädlinge auf den von ihnen bevorzugten Pflanzen, wo sie sich fortpflanzen und im Frühling neue Generationen herausbringen. Dann erfolgt eine rasche Vermehrung.


Die Läuse halten sich dauerhaft auf den Pflanzen auf, vor allem auf den Triebspitzen und auf jüngeren Blättern. Ihre Nahrung besteht aus dem Pflanzensaft, den sie mit ihrem Saugrüssel anzapfen. Diesen scheiden sie später in Form des sogenannten Hongitaus aus, der ein sicheres Symptom für einen Blattlausbefall darstellt. Der klebrige Belag ist ein hervorragender Nährboden für schädliche Russtaupilze und lockt darüber hinaus Ameisen an.

Ausserdem ruft der Befall verkümmerte, eingerollte oder gekräuselte Blätter hervor und kann ein Vorbote für einen Viren-Befall sein. Nicht zuletzt kommt es, je nach Pflanzenart, zu beträchtlichen Ernte- und Qualitätsverlusten. Daher ist es wichtig, bereits frühzeitig vorzubeugen, damit es im besten Fall gar nicht erst zum Blattlausbefall kommt.


Ameisen und Blattläuse

Der Honigtau der Blattläuse lockt Ameisen an.

Blattläuse: Gekräuselte Blätter

Gekräuselte Blätter sind eine häufige Folge von einem Blattlausbefall.

Blattläuse an einer Rosenknospe

Sind nur einzelne Knopsen betroffen, können diese mit einer Schere abgeschnitten werden.

Wie beugen Sie Blattläusen im Garten vor?

Das Wichtigste vorab: Gesunde Pflanzen sind besser gegen Schädlinge gewappnet als geschwächte. Sorgen Sie also dafür, dass diese mit Nährstoffen und Wasser optimal versorgt werden. Eine Überdüngung, insbesondere mit Stickstoff, sollten Sie dabei vermeiden.

Vorbeugend gegen Blattläuse hilft es, einen natürlichen Garten mit Mischkultur anzulegen. Setzen Sie gerne Lavendel und Bohnenkraut zwischen die Pflanzenreihen, da diese die Läuse fernhalten sollen.

Eine gute Massnahme ist auch, die natürlichen Fressfeinde der Schädlinge zu fördern. Zu diesen gehören etwa Florfliegen, Marienkäfer, Schwebfliegen und Schlupfwespen. Bieten Sie diesen ausreichend Möglichkeiten zum Nisten. Totholzhecken sind hierfür eine tolle Option. Sie können diese Nützlinge auch einfach bei uns bestellen.

Doch was tun, wenn bereits ein Befall vorliegt?

So bekämpfen Sie die Blattlaus

Wenn Sie einzelne Pflanzenteile erkennen, die von Läusen befallen sind, entfernen Sie die Schädlinge mit der Hand oder mit einem Wasserstrahl. Sind die Spitzen der Triebe weitläufig befallen, entfernen Sie diese mit einer Gartenschere.

Für eine grossflächige Behandlung bieten sich Neem-Präparate an, die den Nützlingen in Ihrem Garten nicht schaden. Mehr Informationen und eine Auswahl an Produkten zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen finden Sie auf unserer Produktseite zu den Blattläusen.

Weitere Tipps und Hinweise zu diversen Schädlingen, deren Bekämpfung und Vorbeugung finden Sie auch bei unserem Pflanzendoktor. Dieser hilft Ihnen auch herauszufinden, um welche Schädlinge es sich bei Ihren Pflanzen handelt.


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Weiterführende Informationen zum Thema Blattläuse finden Sie unter den folgenden Links:


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