Dunkelkeimer: korrekte Aussaat und typische Vertreter für Ihren Garten

In einem unserer Blog­beiträge hatten Sie bereits die Möglich­keit, mehr über die Unter­schiede zwischen Licht- und Dunkel­keimern zu erfahren. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen daher tiefere Ein­blicke in die Aussaat von Dunkel­keimern wie Lilien oder Lupinen gewähren. Lesen Sie hier genau nach, was es zu beachten gilt, wenn Sie in Ihrem Garten Dunkel­keimer aussäen – für eine gesunde, ertrag­reiche Pflanzen­viel­falt.

Was Sie vor der Anzucht über Dunkel­keimer wissen sollten

Dunkel­keimer verfügen über Phyto­chrome. Diese Photo­rezeptor-Proteine messen das Licht, das ihnen zur Verfü­gung steht. Ist die Umgebung des Saatguts zu hell, wirkt dies hemmend auf die Keimung. Die Triebe, auf die Sie so gespannt warten, zeigen sich nicht.

Schon gewusst? Mittler­weile gehen Bota­niker davon aus, dass Dunkel­keimer eben­falls auf Licht­wellen reagieren, aller­dings auf sehr lang­wellige Strahlen, welche die obere Erd­schicht durch­dringen. Neben Dunkel- und Licht­keimern gibt es ausserdem Pflanzen, die keine bestimmten Licht­wellen benötigen, um erfolgreich zu keimen. Andere wiederum benötigen einen Kälte- oder Wärme­reiz.

Bei Dunkel­keimern bleibt es aber dabei: Sie müssen unter der Anzucht­erde einge­pflanzt werden, um erfolg­reich zu keimen. Was es dabei alles zu beachten gilt und welche Vertreter der Dunkel­keimer Sie bei Ihrer nächsten Aussaat unbedingt in die nähere Auswahl ziehen sollten, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.


Schnittlauch, Vertreter der Dunkelkeimer
Astern, Vertreter der Dunkelkeimer
Buschbohnen, Vertreter der Dunkelkeimer

Schnitt­lauch, Astern und Busch­bohnen sind Vertreter der Dunkel­keimer.

Tipps für die Aus­saat von Dunkel­keimern: So gelingt Ihnen die Anzucht!

Mit diesen Tipps gelingt die Anzucht von Dunkel­keimern sicher:

  • Vermeiden Sie direktes Licht. Dieses führt zur Keim­hemmung.
  • Bedecken Sie Dunkel­keimer-Samen mindes­tens mit einer so dicken Erd­schicht, die der Samen­dicke ent­spricht.
  • Alter­nativ: Pflanzen Sie Dunkel­keimer-Samen doppelt so tief ein, wie sie selbst hoch sind.
  • Giessen Sie sehr sparsam, um das Verfaulen der Samen zu vermeiden, die recht lange in der Erde bleiben, bevor sie keimen.

Indem Sie sich bei der Saat­tiefe an der Dicke oder Höhe der Samen orien­tieren, vermeiden Sie, kleinere Samen zu tief einzu­pflanzen. Bei den eher kleinen Radies­chen­samen beispiels­weise könnte dies dazu führen, dass die zarten Samen es trotz perfekter Dunkel­heits­verhält­nisse nicht bis zur Ober­fläche schaffen.

Wenn Sie die Samen der Dunkel­keimer nicht gleich in den Erdboden pflanzen möchten, eignet sich für die Anzucht auch ein feuchtes Taschen­tuch auf einem Teller oder einer flachen Schale, auf das Sie den Samen legen. Dieses untere Tuch bedecken Sie mit einem zweiten feuchten Tuch. Ein Plastik­beutel um beide Tücher sorgt für ein optimales Klima. Die Triebe, die sich mit der Zeit zeigen, lassen sich anschlies­send an der gewünsch­ten Stelle ein­pflanzen. Diese Art der Aussaat von Dunkel­keimern eignet sich bei­spiels­weise für Feld­salat oder für Kapuziner­kresse.

Typi­sche Ver­treter der Dunkel­keimer, die Sie kennen sollten

Tabelle 1: Typische Ver­treter von Dunkel­keimer-Samen verschie­dener Pflanzen­gruppen.

Pflanzen­gruppe Typische Ver­treter von Dunkel­keimern
Gemüse und Obst Busch­bohnen, Chicorée, Gurken, Kürbis­gewächse, Feld­salat, Radies­chen
Blüh­pflanzen Blauer Eisen­hut (Vorsicht giftig), Christ­rosen, Stock­rosen, Storch­schnabel, Petunien, Lilien, Lupinen, Astern
Kräuter und Gewürz­pflan­zen Koriander, Kapu­ziner­kresse, Borretsch, Peter­silie, Schnitt­lauch

Ein weiterer Tipp für eine erfolg­reiche Aussaat und Ernte: Beachten Sie stets, in welchem Monat der optimale Aussaat-Zeit­punkt für die gewünschten Pflanzen liegt. Mit unserem prak­tischen Aussaat­kalender haben Sie die perfekten Zeit­punkte für die wichtigsten Pflanzen auf einen Blick vor­liegen.

Mehr über die Unter­schiede zwischen Licht- und Dunkel­keimern sowie typische Vertreter der Licht­keimer finden Sie unter den nach­folgenden Links in unserem Garten­blog.


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