Radieschen, die kleinen Verwandten des...

Rettichsamen

Radieschen, die kleinen Verwandten des Rettichs, finden sich in den meisten Gärten. Sie sind als einfache und schnelle Kultur bei Kindern beliebt. Für die verschiedenen Rettichsorten braucht es etwas mehr Geduld und Kenntnisse über den richtigen Anbau, damit sich aus kleinen Pflänzchen grosse, runde oder längliche Rüben entwickeln. Mehr Informationen zu Sorten, Aussaat und Pflege von Rettich finden Sie hier.

Rettich 'Violet de Gournay' Samen
Raphanus sativus
BIO ALTESORTE
BIO ALTESORTE
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Diese alte Rettichsorte 'Violet de Grournay' produziert eine bis zu 25 cm lange, voluminöse und...
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BIO
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Diese Rettichsorte 'Watermelon / Misato Rose' aus China produziert runde Wurzeln von 5 bis 10 cm...
CHF 5.80 *
Winterrettich 'German Beer' Samen
Raphanus sativus
BIO ALTESORTE
BIO ALTESORTE
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Diese sehr alte Sorte 'German Beer' produziert konische weisse Wurzeln von der Grösse einer Rübe. Ihr...
CHF 5.80 *

Besonders beliebte Rettich­sorten

Passendes Anzuchtzubehör

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Herkunft und Botanik von Rettich (Raphanus sativus)

Der Rettich ist eine alte Kulturpflanze, die schon im antiken Ägypten und im Römischen Reich kultiviert wurde. Ausserdem war die Pflanze schon vor 3.000 Jahren in Ostasien bekannt. In Mitteleuropa wird der Rettich in mittelalterlichen Schriften z.B. von Hildegard von Bingen und Albertus Magnus erwähnt.

Die Knollen enthalten neben Vitamin C auch Senföl-Glycoside, die für den scharfen und etwas bitteren Geschmack des Rettichs verantwortlich sind. In der Volksmedizin gilt Rettich als schleimlösend, antibakteriell und soll gegen Verdauungsbeschwerden wirken.

Die genaue Herkunft der heute bekannten Rettichsorten ist nicht bekannt. Vermutlich stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum oder dem Kaukasus. Als Ursprungsarten gelten Strand-Rettich (Raphanus maritimus) und Schnabel-Rettich (R. rostratus). Evtl. hat im Laufe der Kultivierung auch eine Einkreuzung des in Mitteleuropa heimischen Hederichs (Raphanus raphanistrum) stattgefunden.

Sorten

Je nach Erntezeit wird zwischen Herbst- und Winterrettichen sowie Sommerrettichen unterschieden. Die klassischen Lagersorten sind 'Runder Schwarzer Winter', der sich bei optimalen Bedingungen mehrere Monate lagern lässt, und 'Münchner Bier', der einige Wochen haltbar ist.

Neben den Sorten mit kugelförmiger Rübe gibt es auch solche mit länglicher Form, z.B. 'Langer Schwarzer', 'Blauer Herbst- und Winter' oder 'Green Lobo'. Die Farbbezeichnung bezieht sich ausschliesslich auf die äussere Rübenfarbe, das Rettichfleisch ist in allen Fällen weiss.

So genannte Sommerrettiche sind für den unmittelbaren Verbrauch bestimmt. Sie können nur einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Unterschieden werden Frühlings- und Sommerrettiche, die schon seit vielen Jahrzehnten in Europa angebaut werden und solche, die erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts unter der Bezeichnung Japanrettich, Chinarettich oder Daikonrettich aus Ostasien zu uns kamen.

Bekannte europäische Sorten:

Asiatische Sorten:

Frühlings- und Sommerrettiche sind etwas milder im Geschmack als Herbst- und Winterrettiche. Neben der Sorte hat aber vor allem die Wasserversorgung und die Witterung einen grossen Einfluss auf die Bildung scharfer Senföle.

Ölrettich

Der Ölrettich bildet keine fleischigen Rüben. Bei uns dient er vor allem als schnell wachsende Gründüngung in der Landwirtschaft. Seinen Namen trägt er wegen der ölhaltigen Samen, die früher auch zur Ölgewinnung genutzt wurden.

Beim Rattenschwanz­rettich werden die unreifen Schoten geerntet. Diese kann man roh oder gekocht verzehren. Die Pflanzen brauchen mehr Platz als gewöhnliche Rettiche.

Kulturansprüche

Rettiche wachsen am besten auf humosen, leichten bis mittelschweren Böden. Für eine optimale Entwicklung ist eine gleichmässige Wasserversorgung wichtig. So lässt sich der so genannten Pelzig- oder Schwammigkeit entgegenwirken. Kommt es in der Jugendentwicklung der Pflanzen zu Phasen mit niedrigen Temperaturen, kann das zum Schossen führen. Dabei werden vorzeitig Blütentriebe gebildet, was die Knollenbildung verhindert. Vor allem ältere Sorten sind davon betroffen.

Da Rettiche zu den Kohlgewächsen zählen, sollten sie möglichst auf einem Beet kultiviert werden, auf dem mehrere Jahre keine Kohlgewächse gestanden haben.

Aussaat von Rettich

Normalerweise wird Rettich direkt ins Freiland gesät. Je nach Sorte wählt man einen Reihenabstand von 25 bis 30 cm. Die Körner werden im Abstand von ca. 5 cm ca. 2 cm tief abgelegt und leicht angedrückt. Anschliessend wird vorsichtig angegossen, so dass die Erde nicht verschlämmt. Sobald die Pflanzen aufgelaufen sind und sich die ersten echten Blätter zeigen, kann vereinzelt werden, so dass die Pflanzen in der Reihe genug Platz zum Wachsen haben.

Die Aussaatzeit hängt von der Sorte ab. Frühjahrs- und Sommersorten werden ab April gesät, Herbst- und Wintersorten ab Juni/Juli, spätestens Anfang August.

Bei frühen Aussaaten im Freiland ist die Abdeckung mit einem Vlies empfehlenswert. Verfügt man über ein Frühbeet oder ein Gewächshaus können Sorten mit kurzer Entwicklungszeit, z.B. 'Ostergruss', 'April Cross' oder 'Rex' schon im März gesät werden.

Pflege

Damit die Pflanzen zügig wachsen, ist eine gute Nährstoff­versorgung und regelmässiges Bewässern nötig. Unkräuter zwischen den Rettichpflanzen behindern das Wachstum der Kulturpflanze. Am besten entfernt man sie durch Jäten.

Ernte

Die Ernte erfolgt, sobald die Knollen sich gut entwickelt haben. Herbst- und Winterrettiche erntet man vor Beginn der ersten Fröste im Herbst. Gelagert werden die Knollen am besten in Eimern oder Kunststoffkisten, die schichtweise mit feuchtem Sand gefüllt werden. Bewährt hat sich dafür Spielsand aus dem Baumarkt.

Rettichsprossen

Rettichsamen eignen sich, vor allem im Winter, wenn die eingelagerten Rüben aufgebraucht sind, zur Anzucht von vitaminreichen und gesunden Keimsprossen. In unserem Sortiment gibt es für die Sprossenproduktion geeignetes Saatgut z.B. 'Daikon Rettich', 'Rettich rot und grün' oder 'Mino Early'. Auch Keimgläser und Anzuchtkisten für die Produktion in grösserem Massstab finden sich dort.

Massnahmen gegen Krankheiten und Schädlinge

Rettich wird, vor allem im Frühjahr und Sommer von Kohlerdflöhen befallen. Diese winzigen Käfer treten meist schon ab April auf. Sie fressen Löcher in die Blätter. Bei starkem Befall können sich die jungen Pflanzen oftmals nicht richtig entwickeln. Leider helfen auch Kulturschutznetze nicht ausreichend gegen diese Schädlinge. Bei Befall mit der Kohlfliege leisten sie allerdings gute Dienste, wenn die Pflanzen rechtzeitig, am besten direkt nach der Saat, mit den Netzen abgedeckt werden.

Vor allem bei enger Fruchtfolge kann die Rettichschwärze (Aphanomyces raphani) auftreten. Weitere Informationen zu Schäden an Rettich bietet Hortipendium - das Grüne Lexikon.