Der Gemeine Rainkohl (Lapsana communis), auch als Gemeine Milche, Gewöhnlicher Rainkohl oder schlicht Rainkohl bekannt, ist eine traditionelle Nahrungs- und Heilpflanze. Er verbreitet sich sowohl durch Selbstaussaat als auch mithilfe von Wind und Tieren. Zudem werden die Achänen von Ameisen verschleppt, was dazu beiträgt, dass sich die Pflanze über viele Jahre hinweg an einem Standort halten kann.
Verwendung
Die jungen Triebe und Blätter, die ab April geerntet werden können, sind essbar und eignen sich für Salate, Spinatgerichte, Omeletts, Rührei oder Quiches. Mit zunehmendem Alter werden die Pflanzenteile jedoch bitter und faserig.
Ein Breiumschlag aus Rainkohl kann entzündungshemmend wirken. Dem frischen Milchsaft wird nachgesagt, die Heilung von Schnittwunden zu fördern.
Aussaat:
Aussaat der Samen in Saatschalen mit sandigem Anzuchtsubstrat im September bis November oder März-Mai mit Strazifizierung (2-4 Wochen). Die Samen sollten nur etwa 0,5 cm tief liegen. Die Aussaatschalen dann im geschützten Freien aufbewahren und gleichmässig feucht (nicht nass) halten. Durch den natürlichen Temperaturverlauf über den Winter beginnen enzymabbauenden Prozesse an der Samenschale, welche die Keimung im Frühjahr begünstigen. Bedeckung der Aussaatschalen während Winter mit Schnee ist von Vorteil. Keimung im Frühling. Die Keimung dauert ungefähr zwei Wochen bei Temperaturen zwischen 10 und 18 °C.
Pflege :
Als Kulturpflanze begleitet der Rainkohl den Menschen bereits seit der jüngeren Steinzeit. Er wächst bevorzugt auf offenen, frischen, nährstoffreichen und humosen Lehmböden. Besonders gut gedeiht er auf stickstoffreichen Flächen und ist daher häufig in Gebüschen sowie an Wegrändern in Städten und Dörfern zu finden. Da er auch im Schatten gut wächst, kommt er ebenso in nährstoffreichen Wäldern vor.
Quelle: Wikipedia, u.a.